Handballclub Oppenweiler Backnang
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HCOB – TSG Haßloch
21.09.2019 · 20 Uhr · Karl-Euerle-Halle Backnang
HCOB-Frauen setzen auf die Breite des Kaders
| 05.09.2019      | Frauen 1      | Alexander Hornauer 
Die Handballerinnen des HC Oppenweiler/Backnang betreten Neuland. Sie spielen als Aufsteiger in der Landesliga. Spielertrainerin Judit Lukács sieht ihr Team für diese neue sportliche Herausforderung gut gerüstet. Sie verweist auf einen flexibel einsetzbaren Kader und verbindet das mit der Hoffnung, dass „wir viel rotieren können und auch mal einen Ausfall auffangen.“ Läuft alles gut, sieht sie Perspektiven für eine Platzierung im Vorderfeld der Tabelle.
Startet mit den HCOB-Frauen ins Abenteuer Landesliga: Kreisläuferin Lea Soffel. (Foto: A. Becher)

Die Plätze in der erweiterten Spitzengruppe werden hart umkämpft sein. Hintergrund: Der Handballverband reformiert die Spielklassen. Nur die ersten vier oder fünf Mannschaften aus der Landesliga werden ihren Status als Sechstligist wahren können, sie spielen ab der Saison 2020/2021 in der Verbandsliga. Die anderen Teams verbleiben in der Landesliga, die dann aber die siebte Spielklasse darstellt, oder sie rutschen – Kritiker des Regelwerks reden von einem Doppelabstieg – sogar in die dann achtklassige Bezirksliga ab. Zweites soll nicht das Thema der HCOB-Handballerinnen sein, sie richten den Blick nach vorne. Die Perspektive, nach dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft ein Jahr später auch einen Platz in der Verbandsliga erobern zu können, ist für Spielertrainerin Judit Lukács motivierend. Sie ist optimistisch, dass ihr Team auch gegen die nun stärker werdenden Gegner mithalten und oft gewinnen kann. Sie erklärt: „Wir haben in der Vorbereitung nicht nur an der Schnelligkeit gearbeitet, sondern auch an der Kraft. Ich sehe uns für die Landesliga deshalb körperlich und athletisch auf einem guten Stand.“ Positiv findet sie, dass die Sportlerinnen Eigeninitiative zeigten und auch selbstständig trainierten.

Die neuen Spielerinnen seien Verstärkungen und könnten sich als Leistungsträgerinnen etablieren. Viktoria Lukács ist für einfache Tore aus der zweiten Reihe gut, Reka Kantona-Lukács als Linksaußenspielerin auch eine mit viel Übersicht ausgestattete Alternative für den Rückraum. Rückkehrerin Larissa Ziegler hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich viele Tore erzielt und ist ebenfalls flexibel einsetzbar. Die neue Kreisläuferin Melanie Mundinger muss sich derzeit in Geduld üben, sie fällt mit einer Handverletzung bis Mitte Oktober aus. Erfreulich findet Judit Lukács, dass die Integration der neuen Spielerinnen in das bestehende Gefüge gut vorankomme, in Punkto Teamgeist ohnehin, aber auch das Angriffsspiel mache in neuer Konstellation schon einen guten Eindruck. An der Abwehr ist noch zu feilen, „aber wir haben auch noch mehrere Wochen bis zum ersten Landesligaspiel.“ Weil die HCOB-Frauen sowohl am HVW-Pokal wie auch am Bezirkspokal teilnehmen, stehen zwei Begegnungen als Generalprobe zur Verfügung, ehe es am 21. September in Weinstadt erstmals um Punkte geht.

Schon dort, aber auch in den anderen Begegnungen, soll die Breite des Kaders zum Vorteil für die Handballerinnen des HC Oppenweiler/Backnang werden. „Wir haben viele Spielerinnen, die auf mehreren Positionen zum Einsatz kommen können oder sich miteinander ergänzen“, sagt Judit Lukács. Die Rückraumspielerinnen Male Schütz und Anna-Marie Grün beispielsweise sind individuell stark und wertvolle Akteurinnen gegen offensive Defensivreihen. Anna Hug strahlt Torgefahr mit Würfen aus der zweiten Reihe aus. Dorothea Csauth hat ein gutes Auge für ihre Nebenspielerinnen und das gute Gespür für den richtigen Umschaltmoment. Am Kreis stehen mit Carina Fischer, Lea Soffel und Zugang Melanie Mundinger unterschiedliche Spielerinnentypen bereit, und ein gutes Beispiel liefert auch die Torfrauposition: Da liefern sich Paula Heitzler und Michelle Hoffrichter ein Duell um Einsatzzeiten auf gutem Level. Ihr Team sei dadurch schwieriger auszurechnen, sagt Judit Lukács, und wenn einmal eine Spielerin ausfällt, sei dies vielleicht auch leichter zu kompensieren. Fakt ist, dass die Mannschaft durch die neuen Handballerinnen einiges an Routine hinzugewonnen hat, in Summe aber immer noch jung an Jahren ist. Judit Lukács hofft, dass die Talente „mitwachsen und dann selbst immer öfter Verantwortung in den entscheidenden Momenten übernehmen.“ Für die Perspektiven auf einen Platz im Vorderfeld der Tabelle wäre das sicher nicht von Nachteil.


           
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