Handballclub Oppenweiler Backnang
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HCOB – TSG Haßloch
21.09.2019 · 20 Uhr · Karl-Euerle-Halle Backnang
Neuformiertes Team setzt auf Geschlossenheit
| 05.09.2019      | Männer 2      | Alexander Hornauer 
Der HC Oppenweiler/Backnang II startet mit einer auf vielen Positionen veränderten Mannschaft in sein zweites Jahr in der Handball-Württembergliga. Talente aus dem eigenen Nachwuchs sind für routinierte Akteure nachgerückt und sollen für Schwung sorgen. Spielertrainer Sebastian Forch feilt intensiv am Zusammenspiel, denn er möchte in der neuen Runde vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit zum Erfolg kommen.
Führt im Rückraum des HCOB II Regie: Niklas Hug. (Foto: A. Becher)

Das HCOB-Team ist jünger geworden. Mit Julian Hold, Kai Sonnenburg und Torwart Stefan Merzbacher haben drei Routiniers aufgehört. Tobias Hold (zur SG Schozach-Bottwartal, derzeit aber aufgrund eines Kreuzbandrisses nicht im Einsatz) und Sascha Röhrle (zum TSV Alfdorf-Lorch) wechselten zu Ligarivalen. Neu im Team sind Kräfte aus den eigenen Reihen. Kreisläufer Dominik Koch, im vergangenen Jahr durchgängig im Drittligateam im Einsatz, spielt wieder in der Zweiten. Torwart Jonathan Erb und Björn Fuggmann rücken aus der dritten Mannschaft auf. Elias Klassen, Lukas Schweizer und Luca Kreisz kommen aus der A-Jugend. Gleiches gilt für Lukas Rauh und Eric Bühler. Diese beiden waren allerdings schon in der vergangenen Spielzeit regelmäßig bei der Zweiten dabei. Gerade Lukas Rauh könnte, da an spielsteuernder Position im Rückraum eingebunden, Akzente setzen. „Er macht eine klasse Entwicklung“, sagt Sebastian Forch, der auch den anderen Youngstern Fortschritte attestiert.

Klar ist, so der Spielertrainer: „Mit unseren vielen jungen Spielern stehen wir natürlich vor einer Herausforderung.“ Zugleich verweist er aber darauf, „dass es für diese Akteure auch eine super Chance ist, sich auf diesem guten Niveau zu beweisen.“ Die Lernkurve könnte steil sein. Zugleich sind auch Spieler, die in den vergangenen Jahren bereits zu den Leistungsträgern zählten, noch intensiver in Punkto Verantwortungsübernahme gefragt. Sebastian Forch denkt dabei beispielsweise an Akteure wie Niklas Hug, Tim Jupe oder Tobias Lessig. Auch Dominik Koch ist als Führungsspieler gefordert, gerade in der Defensive kann er eine zentrale Rolle einnehmen. Um hinten stabil zu agieren, haben die HCOB-Handballer in der Vorbereitung an zwei Systemen gearbeitet. Das bietet einerseits die Chance, sich auf die jeweilige Spielweise des Gegners einzurichten wie auch diesen vor neue Herausforderungen zu stellen.

Nicht nur die Mannschaft aus dem Murrtal befindet sich im Umbruch, auch bei einigen anderen Teams hat Spielertrainer Sebastian Forch größere Veränderungen im Mannschaftskader ausgemacht. Da wird mit von Bedeutung sein, welche Teams sich in neuer Konstellation schnell finden. Sebastian Forch hofft, dass dies seiner Mannschaft gut gelingt, „wir wollen vor allem über die mannschaftliche Geschlossenheit kommen.“ Markante Veränderungen stehen darüber hinaus mit Blick auf die Spielklassen an. Der Handballverband führt die bislang zweigleisige Württembergliga zu einer Staffel zusammen. Nur die Teams auf den Rängen zwei bis sieben verbleiben in der höchsten Liga auf HVW-Ebene. Der Achte kann hoffen, dass maximal ein württembergisches Team aus der Baden-Württemberg-Oberliga absteigt, sonst muss er – wie die Teams auf den Plätzen 9 bis 13 auch – künftig in der sechstklassigen Verbandsliga spielen. Der Letzte fällt, Kritiker reden von einem „Doppelabstieg“, sogar in die Landesliga zurück.

Damit wollen die HCOB-Handballer freilich nichts zu tun haben; wenn sich das neuformierte Team gut zusammenfindet, traut Sebastian Forch seinem Team durchaus zu, sich in den Bereich der Mannschaft vorkämpfen, die die Württembergliga-Tickets unter sich ausmachen. Das schwere Auftaktprogramm – los geht es mit dem Nachbarschaftsduell beim SKV Oberstenfeld, dann kommt BWOL-Absteiger SV Remshalden – birgt das Risiko, am Anfang Lehrgeld zu zahlen. Zugleich bietet das aber auch die Chance, durch gute Leistungen das Selbstvertrauen zu stärken und im besten Fall sogar für eine Überraschung zu sorgen.


           
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