Handballclub Oppenweiler Backnang
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Spiel

HCOB – HC Erlangen II
26.10.2019 · 20 Uhr · Gemeindehalle Oppenweiler
Im Angriff zu wenig Durchschlagskraft
| 06.10.2019      | Erste Mannschaft      | Alexander Hornauer 
Der HC Oppenweiler/Backnang wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg in dieser Drittligasaison. Wie zuvor in Balingen und Fürstenfeldbruck war auch die Begegnung bei der HG Saarlouis knapp, am Ende war die 26:28-Niederlage vor allem der mangelnden Durchschlagskraft in der Offensive geschuldet. Mitte der zweiten Halbzeit zogen die Saarländer davon, der HCOB kam mit einem guten Schlussspurt nur noch heran, nicht mehr vorbei.
Half zeitweise im Rückraum aus: Philipp Maurer. (Foto: A. Hornauer)

Die Voraussetzungen waren nicht perfekt, denn das Verletzungspech hat zugeschlagen. Der HCOB trat dezimiert an. Rückraumspieler Evgeni Prasolov konnte nicht mitwirken. Das war vorab klar. Dass auch Felix Raff und Marcel Lenz nicht zum Einsatz kamen, entschied sich kurzfristig. Ein Einsatz hätte ein zu großes Risiko geborgen. Weil mit Johannes Csauth der zweite Linksaußen neben Lenz krank fehlte, rückte Tom Kuhnle auf den Flügel. Er machte das gut, aber damit fehlte eine Alternative im Rückraum. Vor allem Kevin Wolf, Nikola Vlahovic und Ruben Sigle standen lange auf dem Feld. Darunter litt natürlich der Plan, den personell allein schon durch die Kaderstruktur eher schmal aufgestellten Hausherren permanent zuzusetzen.

Halbzeit eins bot eine abwechslungsreiche und intensive Partie. Beide Mannschaften schafften es, sich kurzzeitig auf zwei Tore Vorsprung abzusetzen. Doch in all diesen Fällen war nur wenig später wieder ein Gleichstand erreicht. Beim HCOB strahlte die Rückraumreihe durchweg Torgefahr aus, auch Kuhnle glänzte vom linken Flügel mit einer guten Quote. Auf der Gegenseite traf vor allem Maximilian Hartz. Ärgerlich aus Sicht der Gäste war die ungleiche Verteilung von Zeitstrafen. Gleich drei HCOB-Handballer mussten in Durchgang eins runter, aber kein Akteur der HG Saarlouis. Dabei gab es vergleichbare Situationen. Das Maß der Unparteiischen stimmte nicht. So war es dann auch eine Überzahlsituation, die die HG zum 15:14-Halbzeistand nutzte.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zerfahrener. Saarlouis machte allerdings weniger Fehler, setzte sich deshalb auf drei, vier Tore ab. Bei den Gästen endeten zu viele Angriffe mit Fehlabgaben oder Fangfehlern. Ergaben sich gute Torgelegenheiten, war oft Endstation bei HG-Torwart Darius Jonczyk. Er wehrte drei Siebenmeter ab. In den ersten 23 Minuten der zweiten Hälfte gelangen den Murrtalern nur fünf Treffer. Obwohl auch die HG Saarlouis im Torabschluss nicht glänzte und oft an Keeper Stefan Koppmeier scheiterte, war das zu wenig, um wieder heranzukommen.

Hinzu kam, dass die Schiedsrichter weiter nicht glücklich leiteten. Das kam Saarlouis mehr entgegen. Als die Referees doch mal einen Spieler der Heimmannschaft auf die Strafbank setzten, machten die Gäste allerdings zu wenig daraus. Ein Beispiel: Als der HCOB das Risiko in der Abwehr erhöhte und sehr offensiv verteidigte, traf Saarlouis sogar in Unterzahl doppelt zum 26:19. Das wog natürlich besonders schwer. Es war sechseinhalb Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung. Dass die veränderte Defensivstrategie dann fruchtete und der HCOB auf 26:28 herankam, tröstete nur wenig. So heißt es, weiter auf den ersten Auswärtssieg zu warten.

HCOB-Trainer Matthias Heineke: „In der ersten Halbzeit war es ein richtig gutes Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts geschenkt haben. Nach dem Seitenwechsel war die Partie zerfahren. Wir hatten enorm viele technische Fehler, Saarlouis hat eher kühlen Kopf bewahrt. Am Ende haben wir alles auf eine Karte gesetzt, das hat aber gleich zu Beginn auch nicht funktioniert. Insgesamt war es heute im Angriff zu wenig.“

HGS-Trainer Philipp Kessler: „Es hat eine Weile gedauert, bis wir zu einem flüssigen Angriffsspiel gekommen sind. In der Abwehr sind wir besser gestanden als in den Vorwochen. Unser Torwart Darius Jonczyk war ein wichtiger Faktor.“


           
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