Handballclub Oppenweiler Backnang
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TSB Horkheim – HCOB
23.11.2019 · 20 Uhr · Stauwehrhalle Horkheim
Viel Durcheinander und wieder kein Auswärtssieg
| 03.11.2019      | Erste Mannschaft      | Alexander Hornauer 
Frust bei den Handballern des HC Oppenweiler/Backnang. Sie verloren in einer zerfahrenen Drittligapartie mit 27:31 bei Spitzenteam TuS 04 Dansenberg. Permanente Hinausstellungen auf beiden Seiten sorgten für Durcheinander auf dem Spielfeld. Die Pfälzer kamen damit – das Ergebnis dient in diesem Fall als Beleg – einen Tick besser zurecht. Die Murrtaler waren immer wieder dran, zogen aber nie vorbei. Das Warten auf den ersten Auswärtssieg geht weiter.
Hielt sein Team mit seinen Toren lange im Spiel: HCOB-Rechtsaußen Marcel Lenz. (Foto: A. Hornauer)

Der HCOB musste ohne Nikola Vlahovic antreten. Er war für Zweitligist Bietigheim im Einsatz. Felix Raff war dabei, spielte aber nicht, er ist angeschlagen. Dafür kehrte Evgeni Prasolov zurück. Der Rückraumspieler war gleich über lange Zeit gefordert. Bei den Gastgebern suchte man im Kader vergeblich nach Loic Laurent. Der Club hatte sich unter der Woche vom Sportler aus Frankreich getrennt. Vor eineinhalb Jahren trug er maßgeblich zum Nichtabstieg im ersten Drittligajahr des TuS bei. Zuletzt hatte er aber keine prägende Rolle mehr inne.

Dansenberg erwischte den besseren Start und ging mit 4:1 in Führung. Nach 13 Minuten stand es 8:4. Dann fanden die Gäste aus dem Murrtal besser in die Partie. Die Abwehr präsentierte sich verbessert, Torwart Felix Beutel hatte gute Szenen. Die Gäste kamen heran. Sie nutzten einige der wenigen technischen Fehler der Dansenberger zu schnellen Gegenstößen. Marcel Lenz verwandelte fünf Siebenmeter sicher. Mehr als der Anschlusstreffer war allerdings nicht drin. Denn der TuS 04 Dansenberg spielte im Angriff gut und fand, wenn es eng wurde, immer wieder eine Lösung. In den Minuten vor der Pause zeigte auch Torwart Kevin Klier sein Können. Der langjährige Bundesligakeeper verhinderte den Ausgleich. Aus Sicht der Gäste war dabei ärgerlich, dass die Murrtaler aus Überzahlspielen zu wenig machten. Mit einer besseren Wurfausbeute wäre ein Gleichstand beim Seitenwechsel drin gelegen, so hieß es 12:14.

Schon in Durchgang eins hatte die Partie unter vielen Hinausstellungen gelitten. Dabei war das Match nicht unfair. In der zweiten Halbzeit nahm die Unruhe zu. Die Sportler konnten sich kaum darauf einstellen, was als Foul oder als Schrittfehler bewertet wurde oder wann Zeitspiel angezeigt wurde. Emotionen waren nicht gewünscht. Dass der anerkannt untadelige Sportsmann Jonas Frank wegen vermeintlich aggressiver Gestik auf der Bank die rote Karte sah, ist ein starkes Anzeichen dafür, dass etwas nicht passte. Natürlich wurde auch Handball gespielt, aber selten mit sechs Feldspielern gegen sechs, es war phasenweise ein arges Durcheinander.

Dansenberg legte zu Beginn der Spielhälfte wieder vor, setzte sich auf 18:13 ab. Der HCOB steckte nicht auf, setzte den treffsicheren Linksaußen Marcel Lenz gut in Szene. Beim 18:19 (in Überzahl) schien die Wende möglich, dann stand der Gast kurzzeitig nur mit zwei Feldspielern auf dem Platz. Durch die Herausnahme des Keepers waren es dann drei, Jakub Strýc und Evgeni Prasolov gelangen in dieser erdrückenden Unterzahl sogar zwei Treffer. Dennoch verschaffte sich Dansenberg wieder Luft, legte ein 23:20 vor. Der HCOB kam erneut auf ein Tor heran, der psychologisch wichtige Ausgleichstreffer gelang aber nicht. Ein weiteres Mal setzten sich die Pfälzer auf drei, vier Tore ab. Auf beiden Seiten wurden viele Stürmerfouls und Schrittfehler abgepfiffen, die Partie war in der Schlussphase komplett hektisch. Dansenberg behielt den entscheidenden Tick mehr einen kühlen Kopf, verwaltete den Vorsprung. Am Ende hieß es 31:27 für die Hausherren. Schlussendlich war es – weil der HCOB zwar immer wieder aufkam, es aber nie schaffte, selbst in Führung zu gehen – auch verdient.

HCOB-Trainer Matthias Heineke: „Das hatte wenig mit einem Handballspiel zu tun. Es gab 16 Zeitstrafen in diesem Spiel, aber ich habe keine unfaire Mannschaft gesehen. Die Schiedsrichter haben leider nie deeskalierend gesprochen, und dann war es zwischen zwei technisch sehr guten Mannschaften ein zerfahrenes Murksspiel. Aber man muss natürlich an die eigenen Dinge denken, die man verdattelt hat. Dansenberg ist besser ins Spiel gekommen, wir haben es dann mit einer anderen Abwehr versucht und haben dann einen guten Zugriff gefunden. Bei 10:12 sind wir in Überzahl zweimal hintereinander gescheitert, deshalb waren wir selbst schuld, dass wir mit Rückstand in die Halbzeit gehen. In der zweiten Halbzeit war es dann kaum noch irgendwie möglich. Dansenberg war von Anfang an in Führung. Immer wenn es knifflig war, haben sie kühlen Kopf bewahrt, und deshalb am Ende auch verdient gewonnen.“

TuS-Trainer Steffen Ecker: „Das war tatsächlich ein sehr schwieriges Spiel für beide Mannschaften. Wir haben heute sehr wenige technische Fehler gemacht, das ist gegen den HC Oppenweiler/Backnang sehr wichtig. Wir haben für unsere Verhältnisse ein gutes Angriffsspiel gemacht. Wie ich das in der zweiten Halbzeit beurteilen soll, weiß ich auch nicht. Es hatte wenig mit einem Handballspiel zu tun. Da sind wir sehr glücklich, dass es zum Sieg gereicht hat.  Der HC Oppenweiler/Backnang war ein guter Gast. Denn so wie das Spiel gelaufen ist, hätten noch viel mehr negative Emotionen hereinkommen können. Und diesen Eindruck hatte ich heute gar nicht. Die Mannschaften standen sich nicht unfair gegenüber, obwohl sehr viel Unruhe im Spiel war.“


TuS 04 Dansenberg – HC Oppenweiler/Backnang   31:27
| 02.11.2019 - 20:00      | Sporthalle Dansenberg
     
TuS 04 Dansenberg
Simon Egelhof, Kevin Klier (Tor), Steffen Kiefer (4), Theodoros Megalooikonomou (4/1), Christopher Seitz (2), Bastian Wilbrandt, Alexander Schulze (5), Luca Munzinger, Jan Claussen (6), Sebastian Bösing (2), Robin Egelhof (2), Fabian Serwinski (2/2), Nikola Jankovic (1), Alexey Wetz. – Trainer: Steffen Ecker.

HC Oppenweiler/Backnang
Jonathan Erb (n.e.), Felix Beutel, (Tor), Marcel Lenz (12/5), Timm Buck, Ruben Sigle, Kevin Wolf (2), Evgeni Prasolov (3), Philipp Schöbinger, Jakub Strýc (5), Tom Kuhnle, Philipp Maurer (4), Felix Raff (n.e.), Lukas Köder, Tim Düren (1). – Trainer: Matthias Heineke.

Schiedsrichter: Christian Staszak (Schmelz) und Stefan Walter (Karlsruhe).
Zuschauer: 420.
Siebenmeter: 3/5 : 5/5 (Megalooiknomou wirft an die Latte und scheitert an Beutel).
Zeitstrafen: 14:18 Minuten (Megalooiknomou/dreimal, Kiefer, Claussen, Bösing, Egelhof – Düren/dreimal, Maurer, Prasolov, P. Schöbinger, Wolf, J. Frank, Trainer Heineke).
Disqualifikationen: Megalooiknomou (58./dritte Hinausstellung) – Düren (43./dritte Hinausstellung).
Spielverlauf: 4:1, 8:4, 11:10, 14:12 – 18:13, 19:18, 23:22, 29:24, 31:27.
           
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