Handballclub Oppenweiler Backnang
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Spiel

HCOB – HBW Balingen-Weilstetten II
20.12.2019 · 20 Uhr · Karl-Euerle-Halle Backnang
Weichen frühzeitig auf souveränen Heimsieg gestellt
| 01.12.2019      | Erste Mannschaft      | Alexander Hornauer 
Der HC Oppenweiler/Backnang hat seine Heimstärke unter Beweis gestellt. Gegen die TGS Pforzheim fuhr der Handball-Drittligist einen zu keiner Zeit gefährdeten 32:27-Sieg ein. Der HCOB rührte in Halbzeit eins Beton in der Abwehr an, lag beim Seitenwechsel schon neun Tore vorn. Durchgang zwei war dann eher eine Pflichtaufgabe. Die Murrtaler haben ihr Punktekonto, das zuletzt ins Minus gerutscht war, umgehend ausgeglichen.
Setzte sich auf dem linken Flügel oft entscheidend durch: Tom Kuhnle. (Foto: A. Becher)

Rund zehn Minuten war die Partie offen. Die TGS Pforzheim ging durch Yanez Kirschner in Führung und blieb durch zwei Rückraumtreffer von Nicolai Gerstner dran. Dann hatte das dezimierte Team aus der Goldstadt – mit Spielertrainer Florian Taafel, Michael Oehler und Filip Prsa fehlten wichtige Akteure – sein Pulver aber verschossen.

Die HCOB-Abwehr hatte das Geschehen bestens im Griff. Sie sorgte dafür, dass die Gäste oft aufs Tor warfen, ohne sich zuvor eine hundertprozentige Wurfchance erarbeitet zu haben. Damit waren sie ein gefundenes Fressen für den starken Torwart Felix Beutel. Immer wieder gelang es den Defensivspielern, Fangfehler oder Fehlabgaben der TGS-Akteure zu provozieren. Die Ballgewinne münzte der HCOB in schnelle Gegenstöße um.

Philipp Maurer erzielte sehenswerte Treffer vom rechten Flügel, Nikola Vlahovic setzte sich entschlossen aus der zweiten Reihe durch, und auch sonst ging durchweg von allen Positionen Torgefahr aus. Die Spieler der Heimmannschaft wirkten gedankenschneller, strahlten erkennbar mehr Einsatzfreude aus und nutzten ihre Vorteile mit einer ausgeprägten Zielstrebigkeit. Aus einem 8:6 nach 15 Minuten machten die Murrtaler bis zum Seitenwechsel eine 16:7-Führung.

Nach Wiederanpfiff mühte sich Pforzheim um eine Resultatsverbesserung. Bis zur 40. Minute holte die Mannschaft von Coach Florian Taafel drei Tore auf, nur noch 13:19. Allerdings schaltete der HCOB umgehend einen Takt hoch. Vor allem der einst selbst für Pforzheim spielende Evgeni Prasolov und der auf Außen eingesetzte Tom Kuhnle taten sich dabei mit mehreren Toren hervor. Nach 47 Minuten hatten die neun Tore Abstand, die es schon zur Pause waren, wieder Bestand.

Die Luft war nun allerdings auch erkennbar aus der Partie. Die Gäste kamen einfacher zu Toren, der HCOB spielte im Angriff nicht mehr besonders schwungvoll – die Pforzheimer verkürzten den Rückstand bis zum Abpfiff auf 27:32. Dieser Abstand war angesichts dessen, wie einseitig die Partie zeitweise verlaufen war, aus Sicht der Hausherren fast ein klein wenig zu gering. Die Freude war trotzdem groß: Insgesamt war es ein souveräner Auftritt, der Sieg tut nach zuletzt zwei Niederlagen hintereinander gut – dem Selbstvertrauen und dem nun wieder ausgeglichenen Punktekonto.

HCOB-Trainer Matthias Heineke: „In der ersten Halbzeit haben wir in der Abwehr gut zusammengearbeitet. Das Zusammenspiel von Mittelblock und Torwart hat gepasst, und wir haben gut gegen den Kreisläufer verteidigt. Wir haben unsere Ballgewinne zielstrebig in Konter umgesetzt. Mit der zweiten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein. Aber es ist wichtig, die zwei Punkte geholt zu haben. Die Mannschaft hat diese Situation gut angenommen.“

TGS-Spielertrainer Florian Taafel: „Wir haben in den ersten zehn Minuten mitgespielt, dann aber in 17 Minuten nur noch ein Tor erzielt. Das war ohne Mut, alles quer, ein Gegenstoß nach dem anderen. In der zweiten Halbzeit haben wir die Kurve dann ein bisschen bekommen.“


HC Oppenweiler/Backnang – TGS Pforzheim   32:27
| 30.11.2019 - 20:00      | Gemeindehalle Oppenweiler
     
HC Oppenweiler/Backnang
Felix Beutel, Stefan Koppmeier (Tor), Marcel Lenz (3/1), Timm Buck (2), Ruben Sigle (4), Nikola Vlahovic (5), Kevin Wolf (2), Philipp Schöbinger (2), Evgeni Prasolov (5), Jakub Strýc (1), Tom Kuhnle (4), Philipp Maurer (3), Lukas Köder (1), Tim Düren. – Trainer: Matthias Heineke.

TGS Pforzheim
Sebastian Ullrich, Jonathan Binder (Tor), Christopher Bregazzi (5), Marco Kikillus (3/2), Roy James (2), Yanez Kirschner (1), Davor Sruk (4), Michal Wysokinski (1), Michael Oehler (n.e.), Fabian Dykta (2), Patrick Zweigner (3), Lukas Salzseeler, Finn Malolepszy (2), Maximilian Schwarz, Nikolai Gerstner (4). – Trainer: Florian Taafel und Timo Hufnagel.

Schiedsrichter: Zeki Kaplan (Wiesbaden) und Benjamin Scheld (Hüttenberg).
Zuschauer: 400.
Siebenmeter: 1/2 : 2/3 (Lenz wirft an die Latte – Kikillus scheitert an Beutel).
Zeitstrafen: 10:6 Minuten (Düren/nach Disqualifikation, Lenz, Prasolov, Sigle, Wolf – Sruk, Schwarz, Gerstner).
Disqualifikationen: Düren (40./Foulspiel).
Spielverlauf: 6:4, 10:6, 16:7 – 20:13, 26:18, 32:27.
           
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