Handballclub Oppenweiler Backnang
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Aufwärtstrend sorgt für versöhnliches Ende
| 03.05.2020      | Männer 2      | Alexander Hornauer 
Handball-Württembergligist HC Oppenweiler/Backnang absolvierte eine schwache Vorrunde. Die Mannschaft um Spielertrainer Sebastian Forch steckte den Kopf aber nicht in den Sand – und wurde in der Rückserie dafür belohnt. Befreit vom Verletzungspech und verstärkt durch Routiniers arbeitete sich die Mannschaft vom letzten Tabellenplatz weg. Beim Corona-bedingten Saisonende lag der HCOB II bereits klar auf Kurs in Richtung Verbandsliga-Qualifikation.
Vielleicht der schönste Moment der Saison: Sebastian Forch auf dem Weg zum Siegtreffer im Rems-Murr-Duell mit dem VfL Waiblingen. (Foto: A. Becher)

In der Hinserie lief es für die Zweite des HCOB nicht rund. Die anfänglichen Erfolge gegen die SV Remshalden und die SF Schwaikheim blieben Ausnahmen, die anderen Spiele gingen verloren. Spielertrainer Sebastian Forch machte zu große Leistungsschwankungen bei seinem Team aus. Beim Jahreswechsel lag die Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz. Und der hätte üble Konsequenzen gehabt. Durch die Spielklassenreform drohte der Doppel-Abstieg: Von der fünftklassigen Württembergliga hinunter in die künftig siebtklassige Landesliga.

Weil der HCOB II in den ersten drei Spielen des neuen Jahres ohne Sieg blieb, hatte das Duell mit dem Vorletzten SG BBM Bietigheim II richtungsweisende Bedeutung. Eine Niederlage hätte einen erheblichen Rückstand bedeutet. Die Murrtaler sendeten mit dem 34:21 ein deutliches Lebenszeichen. In der Woche darauf gelang mit dem 31:30 gegen Tabellenführer VfL Waiblingen ein nahezu sensationeller Erfolg. Ein Punkt in Schwaikheim folgte, dann gab es – im letzten Spiel vor dem Corona-Aus – einen Sieg im heiß umkämpften Rems-Murr-Duell mit der SG Weinstadt. Der HCOB hatte sich auf den drittletzten Rang vorgearbeitet, mit drei Punkten Vorsprung auf die ans Ende gerutschte HSG Böblingen/Sindelfingen. Der Trend ging in Richtung Verbandsliga-Qualifikation.

„Die gesamte Teamleistung war in der Rückrunde besser“, sagt Spielertrainer Sebastian Forch. Die Maßnahme, die Routiniers Jonas Frank (Rückraum), Stefan Merzbacher (Tor) und Kai Sonnenburg (Rechtsaußen) zu reaktivieren, sei hilfreich gewesen, „denn in der Vorrunde hat manchmal vielleicht ein kleiner Schub von erfahrenen Spielern gefehlt.“ Aber das allein habe nicht den Unterschied gemacht. „Wir hatten in der Vorrunde viele verletzungsbedingte Ausfälle, was wir mit unserem dünnen Kader nicht auffangen konnten. In der Rückrunde waren alle fit, da hatten wir plötzlich ein Luxusproblem und mussten sogar Spieler neben die Bank setzen.“ Alle legten eine Schippe drauf. Sebastian Forch glaubt, dass sich sein Team auch bei regulärer Beendigung der Saison vom Letzten ferngehalten hätte, „weil wir mittlerweile einen sehr guten Schwung aufgenommen hatten.“

Dass der HCOB mit der zweiten Mannschaft künftig in der Verbandsliga spielt, passt aus Sicht von Sebastian Forch, „das dürfte vom Leistungsvermögen die richtige Klasse sein.“ Er rechnet mit starken Teams und interessanten Spielen. Highlight der abgelaufenen Saison war für ihn der überraschende Sieg gegen Waiblingen, „auch wegen der hervorragenden Stimmung in der Halle.“ Der Spielertrainer, nach langer Verletzungspause gerade erst widergenesen, sorgte dabei Sekunden vor dem Ende in doppelter Unterzahl für den umjubelten Siegtreffer. Und die Erkenntnis der Saison? „Es ist sinnvoll, zu jeder Zeit und in jedem Spiel der Saison Vollgas zu geben.“ Die HCOB-Handballer beherzigten es, steckten die misslungene Vorrunde weg und schafften mit einem deutlichen Aufwärtstrend in der zweiten Saisonhälfte doch noch einen versöhnlichen Abschluss.


           
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