Handballclub Oppenweiler Backnang
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Spiel

HCOB – TuS Fürstenfeldbruck
26.01. · 20 Uhr · Karl-Euerle-Halle Backnang
Mutiger Auftritt bringt überraschendes Remis
| 28.02.2016      | Erste Mannschaft      | Alexander Hornauer 
Dem HC Oppenweiler/Backnang ist eine faustdicke Überraschung gelungen. Der Drittliga-Aufsteiger entführte einen Punkt beim Tabellenzweiten SG Leutershausen, 31:31. Dieser kann im Kampf um den Verbleib in der Liga Gold wert sein. Das Team verdiente sich den Ausgleich, den Alexander Ruck per Siebenmeter sicherstellte, durch ein mutiges Auftreten und konsequenten Einsatz.
Steuerte sechs Tore zum Remis in Leutershausen bei: Marc Godon. (Foto: A. Hornauer)

Trainer Jürgen Buck gab sich von Beginn an kampfeslustig, ließ sein Team offen und aggressiv verteidigen. Er nahm auch immer mal wieder kleinere Umstellungen vor, agierte im Angriff außerdem zeitweise mit Sebastian Forch als siebtem Feldspieler. Das beeindruckte den Favoriten von der Bergstraße schon, er fand nicht die große Linie. Der HCOB nutzte Ballgewinne für einfache Treffer, hatte auch spielerisch gute Szenen, überzeugte durch eine gute Verwertung und führte zu Beginn der Begegnung zeitweise mit zwei Toren. Außenspieler Florian Frank traf sicher, auch Kreisläufer Chris Hellerich war gut eingebunden.

Es entwickelte sich nicht etwa eine einseitige Partie zugunsten des amtierenden Drittligameisters, sondern eine durchweg ausgeglichene Begegnung. Erst beim 10:9 ging Leutershausen erstmalig in Führung, Buck reagierte umgehend mit einer Auszeit; auch um seinen Spielern Verschnaufpausen zu geben. Der Rückraum mit Ruben Sigle, Tobias Hold und Marc Godon spielte praktisch durch. Die kurze Besprechung fruchtet, der HCOB hatte in der Folge leichte Vorteile, machte aus einem 9:11 ein 16:14. Leutershausen war ganz froh, kurz vor der Pause durch einen umstrittenen Siebenmeter noch zum 16:16 ausgleichen zu können.

Nach Wiederanpfiff setzte der HCOB weiter Nadelstiche. Godon und Philipp Maurer konterten Leutershausen aus, der Außenseiter führte 19:17. Eine Zeitstrafe für Tom Kuhnle machte den Gästen dann aber zu schaffen, die Hausherren drehten die Partie durch zwei weitere Siebenmetertreffer von Christopher Räpple sowie durch zwei Rückraumtore von 2,07-Meter-Mann Stefan Salger zum 21:19. Eine kritische Phase, aber die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Godon zeigte in seinem zweiten Drittligaspiel eine gute Leistung, er erzielte wichtige Treffer aus der zweiten Reihe. Ruckzuck war der Ausgleich hergestellt, dann traf der Neue vom TSV Schmiden zum 24:23.

Spätestens ab der 45. Minute war abzusehen, dass es bis in die Schlussminuten hinein spannend bleiben könnte. Auch Leutershausen bekam nun einige Zeitstrafen. Ausgerechnet in Überzahl vergaben die Gäste dann jedoch eine 25:23-Führung. Das ärgerte Buck hernach: wenn sein Team in dieser Phase noch einen Treffer draufgelegt hätte, wer weiß wie die Partie dann weitergegangen wäre. Weil es freilich nicht gelang, blieb es das Kopf-an-Kopf-Rennen. Dann geriert der HCOB mit zwei Mann in Unterzahl, kompensierte das vorne durch Forch als „mitspielenden Torwart“. Wieder traf Godon, 27:27.

Längst war die Partie ein Nervenspiel. Leutershausen legte vor, die Gäste glichen aus. Hold traf zum 29:29, Räpple mit seinem achten Siebenmeter zum 30:29. Und es waren nur noch rund zwei Minuten zu spielen. Der Angriff der Gäste wurde abgepfiffen, dafür hatten die Murrtaler Leutershausen auf der anderen Seite im Zeitspiel. Doch die Roten Teufel bekamen eine zweite und eine dritte Chance, dann war der Ball doch noch drin: Philipp Bauer traf 81 Sekunden vor dem Ende zum 31:29.

Doch der HC Oppenweiler/Backnang ließ einfach nicht locker. Sigle krönte seine starke Leistung mit seinem achten Treffer, auf der Gegenseite stellten sich seine Mitspieler dem heranstürmenden SGL-Akteur Jochen Geppert geschickt in den Weg, der Ex-Bundesligaspieler produzierte ein Stürmerfoul.

Das Buck-Team setzte zum letzten Angriff an. Alexander Ruck wurde in Szene gesetzt, im letzten Moment regelwidrig gestoppt, folgerichtig gabs Siebenmeter. Und der Außenspieler widerlegte die Regel, dass der Gefoulte besser nicht wirft. Nervenstark überwand er Leutershausens Keeper Alexander Hübe, 31:31. Aufgrund des späten Zeitpunkts des Ausgleichstreffers wurde der gefeiert wie ein Sieg, übers ganze Spiel hinweg gesehen war das Remis  das einzig gerechte Resultat.

HCOB-Trainer Jürgen Buck: „Wir wollten von Beginn an ein unangenehmer Gegner sein und das ist uns auch gelungen. Wir haben sehr offensiv verteidigt, dadurch auch sehr schnell nach vorne gespielt, natürlich auch mal das eine oder andere Gegentor in Kauf genommen. Trotzdem waren wir gleich drin im Spiel. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir die Begegnung immer offen gehalten. Leider haben wir dann sogar die Chance ausgelassen, Leutershausen in einer Überzahlphase rund um die 53. Minute noch mehr unter Druck zu setzen, sind dadurch zeitweise ins Hintertreffen geraten, aber wir haben uns wieder zurück gekämpft und deshalb dürfen wir nun auch zufrieden sein, dass wir hier einen Punkt mitnehmen.“

SG-Trainer Marc Nagel: „Der HC Oppenweiler/Backnang hat uns über 60 Minuten keine Ruhephase gelassen. Wir hatten im Angriff immer Stress, und das hat dann auch auf die Abwehr abgefärbt. Wir haben viel zu oft versucht, den Ball zu gewinnen, statt zu verteidigen. Außerdem haben wir es beim 11:9 und dann auch kurz vor dem Ende nicht geschafft, weiter wegzukommen. Das hängt aber auch mit dem absoluten Willen unserer Gastmannschaft zusammen, die hier unbedingt etwas mitnehmen wollte und die solange nicht locker gelassen hat, bis sie etwas mitgenommen hat.“


SG Leutershausen – HC Oppenweiler/Backnang   31:31
| 27.02.2016 - 20:00      | Heinrich-Beck-Halle Leutershausen
     
SG Leutershausen
Alexander Hüber, Moritz Mangold (Tor), Marc Wetzel (1), Rico Wilde, Stefan Salger (6), Christopher Räpple (9/8), Sascha Pfattheicher (1), Hannes Volk (2), Jochen Geppert (5), Philipp Bauer (5), Valentin Spohn (2), Mattis Pestinger, Matthias Conrad, Thomas Ratzel. – Trainer: Marc Nagel.

HC Oppenweiler/Backnang
Thomas Fink, Stefan Merzbacher (Tor), Sebastian Forch, Florian Frank (5), Chris Hellerich (2), Tobias Hold (3), Tom Kuhnle (1), Kevin Matschke (n.e.), Philipp Maurer (1), Alexander Ruck (4), Ruben Sigle (8), Daniel Zieker (1), Marc Godon (6). – Trainer: Jürgen Buck.

Schiedsrichter: Dominik Schek (Mainz) und Marco Wittemann (Waldsee).
Zuschauer: 320.
Siebenmeter: 8/8 : 4/4.
Zeitstrafen: 6:12 Minuten (Räpple, Pfattheicher, Conrad – Hellerich/zweimal, Hold, Kuhnle, Maurer/einmal und nach Disqualifikation).
Disqualifikationen: Maurer (56./Foul an Geppert).
Spielverlauf: 6:6, 11:11, 16:16 – 19:19, 23:23, 27:27, 31:31.
           
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