Handballclub Oppenweiler Backnang
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26.01. · 20 Uhr · Karl-Euerle-Halle Backnang
Diskussionen über die „Öffnungsklausel“
| 27.03.2016      | Handballszene      | Alexander Hornauer 
Die neue Spielordnung des Deutschen Handball-Bundes, die im Sommer in Kraft treten wird, regelt das „Festspielen“ neu. Spieler können beliebig zwischen zwei Teams ihres Vereins hin- und herwechseln. Die Basis wittert Wettbewerbsverzerrungen, im Handballverband Württemberg kommt es deshalb wohl zu einer Sonderregelung. Die Vereine der Dritten Liga indes trifft die Neuregelung in seinem ganzen Umfang.

Bisher gilt im Kern folgende Regel: Wer zweimal innerhalb von vier Wochen in einer Mannschaft eingesetzt wird, gilt als festgespielt. Er darf wieder in einem niedrigeren Team seines Vereins mitmachen, wenn er „oben“ zweimal pausiert hat. Ausnahmeregelungen gibt es für U21- und U23-Spieler, allerdings nur in den oberen Spielklassen.

In der neuen DHB-Spielordnung wird das „Festspielen“ weitestgehend aufgehoben. Künftig soll jeder Spieler, unabhängig von seinem Alter und ohne Einschränkung für (exakt) zwei Teams seines Vereins spielen können. Zum Beispiel am Samstag mit der Ersten in der Bezirksliga, am Sonntag mit der Zweiten in der Kreisliga A. Grundgedanke der Überlegung war, dem mit dem demographischen Wandel einhergehenden Spielermangel zu begegnen.

Ganz schienen die Verantwortlichen des Deutschen Handball-Bundes von ihrer Neuregelung aber nicht überzeugt zu sein. Sie ergänzten den Paragraphen 55 nämlich um den Passus, dass die Landesverbände abweichende Regelungen treffen können („Öffnungsklausel“). Genau darüber wird nun diskutiert, da viele Handballinteressierte Wettbewerbsverzerrungen befürchten. Zweite (oder dritte, vierte…) Mannschaften könnten für entscheidende Begegnungen zielsicher „aufgerüstet“ werden. Die Frage nach Auf- und Abstieg könnte durch Sportler entschieden werden, deren eigentliche Heimat einige Spielklassen höher ist.

Der Handballverband Württemberg (HVW) führte in seinen Bezirken Informationsveranstaltungen unter der Leitung von Rechtswart Horst Flum durch, in dem er die Vereine über die Änderung informierte und ein Meinungsbild darüber einholte, ob der Verband die Öffnungsklausel zu Paragraph 55 in Anspruch nehmen solle. Die große Mehrzahl der Vereine war sich einig: Der HVW möge handeln und eine Regelung zum Festspielen und damit zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrung treffen.

Daraufhin hat der Verbandsausschuss Spieltechnik des HVW unter Leitung von Horst Keppler einen Vorschlag entwickelt, wie „Festspielen“ und „Freiwerden“ künftig in den Spielklassen des württembergischen Handballs geregelt wird. Dieser wird – wenn das Präsidium seinen Fachleuten aus dem Ausschuss folgt – der bestehenden Regelung in der größeren Zahl der Punkte sehr nahe kommen.

In den Spielklassen oberhalb der Landesverbandsebene gilt der Paragraph 55 allerdings in seinem ganzen Umfang. Das bedeutet, um es auf den Punkt zu bringen, dass Bundesligavereine, die ein Reserveteam in den Dritten Ligen stellen, ihre Sportler nach Belieben hin- und herwechseln können. Beispiel: Kommt die SG Kronau/Östringen II in der Dritten Liga in Abstiegsgefahr, dann könnte sie im entscheidenden Spiel die Rhein-Neckar Löwen schicken.

Wenig überraschend ist nun wiederum, dass die große Mehrzahl der Vereine der Dritten Ligen – von jenen einmal abgesehen, die mit einer zweiten Mannschaft am Start sind – die gleichen Bedenken anmelden wie die Vereine im HVW und im Bezirk Enz/Murr. Nur: Für die Dritte Liga gibt es keine Öffnungsklausel, über die debattiert werden könnte. Der Paragraph gilt. Punkt. Auch wenn er kaum einem gefällt. Ganz ohne Widerworte geht die Angelegenheit allerdings auch nicht durch: Viele Vereinsvertreter haben sich nun an ihre Landesverbandsvorsitzenden gewendet und diese aufgefordert, einen sogenannten Änderungsantrag an den DHB zu richten. Das Begehr: Die DHB-Spielordnung soll dahingehend geändert werden, dass eine Öffnungsklausel auch für den Spielbetrieb der Dritten Liga geschaffen wird.

Dirk Hail, im Vorstand des HC Oppenweiler/Backnang für die Belange der ersten Mannschaft zuständig, sagt: „Wir haben uns mit der Thematik beschäftigt und dem HVW-Präsidenten Hans Artschwager einen Brief geschrieben. Auch wir sehen die Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen in der Dritten Liga. Darum wünschen wir uns, dass Hans Artschwager im Sinne der Drittligavereine aktiv wird. Vielleicht wird der Paragraph geändert, dann können die Verantwortlichen für die Spieltechnik der Dritten Liga geeignete Lösungen finden.“

Dass der HVW die Öffnungsklausel für den von ihm geleiteten Spielbetrieb zieht, findet Hail prinzipiell in Ordnung, sogar gut, wiewohl er zu bedenken gibt: „Bei egoistischer Betrachtung hätten wir dafür sein müssen, dass Paragraph 55 auch im Verband und im Bezirk gemäß dem Wortlaut der DHB-Spielordnung gilt. Dann hätten wir zu entscheidenden Bezirksligaspielen mal die Erste schicken können. Dass das nicht im Sinne des Sportes ist, ist aber wohl auch jedem klar. Wir würden begrüßen, wenn das HVW-Präsidium dem Vorschlag des Verbandsausschusses für Spieltechnik folgt, denn dort sitzen die Fachleute.“ Und was die DHB-Ebene betrifft, da gilt aus Sicht von Hail das Prinzip Hoffnung, „dass die Verantwortlichen den Willen der Vielzahl der Vereine erkennen und das Thema noch einmal in Angriff nehmen.

           
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