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Der Fluch des letzten Torwurfes
| 24.09.2017      | Erste Mannschaft      | Alexander Hornauer 
Schon wieder ein Handball-Drama um den HC Oppenweiler/Backnang. Im dritten Spiel hintereinander entschied der allerletzte Wurf über die Punktevergabe. Und wieder ging der Ball nicht dorthin, wo er hinsollte. Stattdessen landete der finale Wurf von Chris Hellerich mit der Schlusssekunde an der Latte – der HCOB musste sich im Drittligaduell beim VfL Pfullingen mit einem 24:24 begnügen.
Steuerte einen Kontertreffer bei, als der HCOB nach schwachem Start in die Partie zurückfand: Lukas Köder. (Foto: A. Hornauer)

Der VfL Pfullingen legte los wie die Feuerwehr. Die Mannschaft von Trainer Till Fernow nutzte jede Kontergelegenheit und führte nach 16 Minuten mit 10:6. Beim HC Oppenweiler/Backnang klemmte es in Abwehr und Angriff gleichermaßen, einzig Rückraumspieler Benjamin Röhrle hatte sein Visier richtig gut eingestellt. Angesichts des Vier-Tore-Rückstandes rief Trainer Matthias Heineke seine Mannschaft zur Auszeit.

Diese führte zu einer Leistungssteigerung. Die Murrtaler ließen im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nur noch einen VfL-Treffer zu, alle anderen Würfe wurden geblockt oder von Torwart Sven Grathwohl entschärft. Dem HCOB gelang es, nun schnell nach vorne zu spielen und durch Kontertore zum 9:10 aufzuschließen. Daraufhin nahm auch VfL-Coach Fernow eine Auszeit, die am Spielgeschehen aber nichts änderte: der HCOB dominierte aus einer stabilen Abwehr und zog davon. Der erste Treffer des neuen Spielers David Szilagyi brachte eine 14:11-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel war der Schwung dahin, wieder erwischte der VfL den besseren Start, glich zum 14:14 aus. Der HCOB fing sich, verteidigte in den kommenden Minuten seine knappe Führung. Es entwickelte sich eine Partie mit wenig spielerischem Glanz und großen kämpferischen Elementen. Das Team von Trainer Matthias Heineke setzte sich wieder auf 18:16 (43. Minute) und auf 20:18 (47. Minute) ab, leistete sich im Angriff aber Fehlabspiele und kam nicht weiter weg.

Als VfL-Keeper Daniel Schlipphak gute Paraden zeigte, bekamen die Pfullinger Oberwasser, sie gingen in der 52. Minute zum ersten Mal nach langem wieder in Führung. Die Partie hätte kippen können, doch Chris Hellerich sorgte nur Sekunden nach dem Rückstand für den Ausgleich. Kevin Wolf brachte den HCOB nochmals in Führung, nun egalisierte Außenspieler Marc Breckel für den VfL. Die Spannung war auf dem Siedepunkt.

Axel Goller brachte die Hausherren zum zweiten Mal in der Schlussphase in Führung, doch wieder währte die Freude des Fernow-Teams nur kurz. Szilagyi jagte den Ball sehenswert zum 24:24 in den Winkel, gut zweieinhalb Minuten vor dem Ende. Pfullingen spielte einen langen Angriff, fand aber keine Lücke und geriet ins Zeitspiel. Robin Keupps Wurf war eine Beute von HCOB-Keeper Sven Grathwohl.

Die Gäste hatten den letzten Angriff. Kevin Wolf versuchte es aus der zweiten Reihe, Schlipphak war zur Stelle, doch der Abpraller kam zu Chris Hellerich. Der machte fast alles richtig. Der Torwart war bezwungen, doch die Latte rettete den VfL – nur 24:24, und im dritten Spiel in Folge stand Fortuna in der allerletzten Aktion nicht auf Seiten der Murrtaler.

Matthias Heineke: „Wir haben schlecht begonnen, uns dann aber hervorragend in das Spiel hineingearbeitet. In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele technische Fehler gemacht, am Ende war es dann ein Spiel auf Augenhöhe und das Resultat wohl leistungsgerecht.“

VfL-Trainer Till Fernow: „Das ist für uns in der Kurt-App-Halle zu wenig, vom Spielverlauf her ist die Punkteteilung allerdings gerecht.“


VfL Pfullingen – HC Oppenweiler/Backnang   24:24
| 23.09.2017 - 20:00      | Kurt-App-Halle Pfullingen
    
VfL Pfullingen
Magnus Becker, Daniel Schlipphak (Tor), Daniel Schliedermann (3), David Wittlinger (1), Lukas Mayer (3), Marc Breckel (1), Robin Keupp (6), Sven Maier, Micha Thiemann, Christian Jabot (3), Lennard Müller, Axel Goller (1), Maximilian Hertwig, Nico Hiller (4). – Trainer: Till Fernow.

HC Oppenweiler/Backnang
Thomas Fink (n.e.), Sven Grathwohl (Tor), Florian Frank (1), Chris Hellerich (3), Niklas Hug (n.e.), Lukas Köder (2), Tom Kuhnle, Philipp Maurer (1), Benjamin Röhrle (8/3), Florian Schöbinger (2), Philipp Schöbinger (1), Kevin Wolf (3), David Szilagyi (3). – Trainer: Matthias Heineke.

Schiedsrichter: Frank Kraaz (Deizisau) und Tobias Lay (Bruchsal).
Zuschauer: 650.
Siebenmeter: 0/0 : 3/6 (Röhrle scheitert zweimal an Schlipphak, Maurer scheitert an Schlipphak).
Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Schliedermann, Hiller – Hellerich, P. Schöbinger).
Spielverlauf: 7:4, 10:6, 11:14 – 14:14, 18:20, 22:21, 24:24.
           
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