Handballclub Oppenweiler Backnang
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Spiel

HCOB – VT Zweibrücken-Saarpfalz
20.10. · 20 Uhr · Gemeindehalle Oppenweiler
Ein Antreiber auf und neben dem Spielfeld
| 04.05.2018      | Erste Mannschaft      | Alexander Hornauer 
GroĂźer Applaus ist ihm sicher, wenn Tobias Hold heute Abend nach Heimspiel gegen den SV Salamander Kornwestheim (19 Uhr, Gemeindehalle Oppenweiler) seine Laufbahn im Drittligateam des HC Oppenweiler/Backnang beenden wird. Er war immer mehr als nur ein guter Handballspieler, sondern auch ein Antreiber im Hintergrund. Dem Verein bleibt Tobias Hold erhalten, er spielt kĂĽnftig im WĂĽrttembergliga.
Macht am Samstag sein letztes Spiel fĂĽr die erste Mannschaft und geht kĂĽnftig im WĂĽrttembergligateam auf Torejagd: Tobias Hold. (Foto: A. Becher)

Wie die Gefühlslage vor dem letzten Spiel in der ersten Mannschaft sei? Tobias Hold denkt kurz nach und stellt fest „dass ich mir in den vergangenen Wochen kaum Gedanken dazu gemacht habe. Der Fokus lag permanent auf dem nächsten Spiel, um im Abstiegskampf zu bestehen.“ Es blieb wenig Zeit zum Philosophieren. Wenn nun die Saison zu Ende gehe, sei das einerseits eine Erleichterung, sagt Hold, denn für ihn als Familienvater und Selbstständigen im betrieblichen Gesundheitsmanagement fällt eine regelmäßige Verpflichtung weg. Zugleich verspürt Tobias Hold auch „Wehmut, weil ich merke, dass es mit dem Handballsport auf diesem Niveau nun zu Ende geht.“

In seiner letzten Saison in der Drittligamannschaft des HCOB hat Tobias Hold hervorragende Leistungen gezeigt. Er überzeugte als Torschütze und als Führungsspieler. Er übernahm Verantwortung und ging voran, als es galt, den Klassenverbleib zu sichern. Dabei lief es im ersten Saisonabschnitt nicht gut. Im zweiten Spiel zog er sich eine Rippenverletzung zu und fiel einige Wochen aus, später hinderte ihn eine Gürtelrose am Mitspielen. Auch das Punktekonto blieb schmal. „Wir haben nicht immer schlecht gespielt, aber ganz oft knapp Punkte liegen lassen“, sagt Hold.

In der Rückrunde ging es aufwärts, für den Sportler und fürs gesamte Team, der Nichtabstieg wurde vorzeitig unter Dach und Fach gebracht. „Das ist für mich schon ein versöhnlicher Abschluss.“ Und er sagt auch, „dass ich denke, dass ich mit meinen Leistungen zufrieden sein kann.“ Dass er seit dem Beginn des neuen Jahres ohne weitere körperliche Leiden durchgekommen sei, habe sich positiv auf seine Leistungen ausgewirkt. Das Ziel, in der Liga zu bleiben, sei nochmals ein großer Ansporn gewesen, „denn mit einem Abstieg in der ersten Mannschaft aufzuhören, das wäre für mich wirklich eine Katastrophe gewesen.“

Am Höhenflug der Handballmannschaft aus dem Murrtal, die nun schon ihr drittes Jahr im Kreise der 100 besten deutschen Teams bestritten hat, hat Tobias Hold großen Anteil; nicht nur als Spieler, sondern auch als Impulsgeber. Vor sechseinhalb Jahren, als Hold für die SG H2Ku Herrenberg spielte und die erste Mannschaft des TV Oppenweiler gegen den Abstieg in die Landesliga kämpfte, startete er gemeinsam mit seinem langjährigen Wegbegleiter Jonas Frank, den es aus beruflichen Gründen nach Norddeutschland verschlagen hatte, eine Initiative, um den Handball in Oppenweiler wieder auf Vordermann zu bringen. Das stieß auf Wiederhall, das Ziel „Drittligahandball“ wurde formuliert, Mitstreiter wurden gesucht und gefunden.

2013 kehrte Tobias Hold als Spieler zurück. Auch Frank lief wieder für seinen Heimatverein auf. Zwei Jahre später gelang der Sprung in die dritthöchste Liga. „Da kann man schon sagen, dass die Saat aufgegangen ist“, sagt Tobias Hold, zumal nicht nur die erste Mannschaft Erfolge feierte. „Die zweite Mannschaft spielt künftig in der Württembergliga, da können wir Spieler an die erste Mannschaft heranführen.“ Auch in der Jugend sieht Hold Talente mit großem Potenzial. Das sind Entwicklungen, die Hold nicht unwichtig sind, im Gegenteil: Als er die Initiative ergriff, hatte er von Beginn an darauf gedrängt, dass für den dauerhaften Erfolg auch der Unterbau stimmen muss.

Dass er künftig im Württembergligateam des HC Oppenweiler/Backnang spielen wird, passt deshalb ins Bild: „Es war eine bewusste Entscheidung, hier zu bleiben. Zum einen natürlich, weil ich mit meinem Bruder Julian zusammenspielen kann und auch Spielertrainer Sebastian Forch ein sehr guter Freund von mir ist. Ich freue mich aber auch darauf, mit jungen Talenten zu spielen und kann sie auf ihrem Weg nach oben sicher auch unterstützen.“ Und für die Mannschaft ist es auch ein Zugewinn: Die Chancen, dass der HCOB II nach dem Durchmarsch aus der Bezirksliga auch in der stark besetzten Württembergliga mithalten kann, steigen mit einem Spieler seiner Güteklasse.

Welche Geschehnisse nach 13 Jahren aktiven Handballsport prägend in Erinnerung bleiben? Tobias Hold denkt dabei an die Aufstiege. Mit der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen schaffte er 2010 den Sprung in die zweite Liga. Die Zusammenarbeit mit seinem damaligen Trainer Axel Kromer, der jetzt Sportdirektor des DHB ist, „hat mich sehr weitergebracht.“ In Oppenweiler sei der Aufstieg in die Dritte Liga ein wunderschönes Erlebnis gewesen, „zumal wir das mit einer Mannschaft geschafft haben, die zu einem nicht kleinen Teil schon in der Jugend zusammengespielt hat.“ Auch einzelne Spiele sind Hold in Erinnerung geblieben, zum Beispiel ein Dienstagsabendmatch gegen den TuS Schutterwald im Jahr 2006, als er als Aushilfe aus der A-Jugend sieben Tore zu einem Heimsieg beisteuerte. Und das Spiel in Fürstenfeldbruck, wiewohl noch frisch im Kopf, habe das Zeug dazu, ins Langzeitgedächtnis zu wandern. Er denkt gern zurück an Jugendtrainer wie Manuel Diederich und Frank Wicke, aber auch an Alexander Belz, der ihm in jungen Jahren als Aktiver zur Seite stand. Und dann war da noch die Unterzeichnung seines ersten Handballvertrages, „bei Daniel Wieczorek in seinem altem 3er BMW, draußen im Rohrbachtal.“ Oder das konspirative Treffen mit Volker Blumenschein im „Blauen Engel“ in Ludwigsburg, um ihn als Trainer ins Murrtal zu lotsen… Ein ganzes Buch ließe sich mit Erinnerungen füllen. Aber das hat noch Zeit, denn auch in der Württembergliga können noch einige dazukommen.

Zur Person: Tobias Hold wurde am 3. Juni 1988 in Backnang geboren, spielte in der Jugend ein Jahr für den TV Bittenfeld und als junger Aktiver eine Saison bei der SG Bietigheim/Metterzimmern, trug während seines Studiums in Tübingen vier Jahre das Trikot der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen und spielte auch eine Saison in der zweiten Bundesliga, kehrte 2013 zum TV Oppenweiler zurück und trug nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch als Impulsgeber im Umfeld zum Aufschwung bei und hat insgesamt sieben Spielzeiten in der ersten Mannschaft mitgewirkt, dabei 171 Mal gespielt und 827 Tore geworfen, damit ist er in der „ewigen Torschützenliste“ Sechster


           
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