Handballclub Oppenweiler Backnang
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Spiel

Rhein-Neckar Löwen II – HCOB
23.11. · 20 Uhr · Stadthalle Östringen
„Wir hatten das am besten funktionierende Team“
| 30.05.2018      | Männer 2      | Alexander Hornauer 
Zwei Aufstiege in zwei Jahren, die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang II sind aus der Bezirksliga in die Württembergliga durchmarschiert. „Wir hatten nicht die besten Einzelspieler, aber das am besten funktionierende Team“, sagt Spielertrainer Sebastian Forch. Sein Team feierte nicht nur die Meisterschaft in der Landesliga, sondern krönte die erfolgreiche Saison auch mit dem Gewinn des Bezirkspokals.
Mit dem HCOB II auch in der Landesliga nicht zu bremsen: Tobias Pecoroni. (Foto: A. Hornauer)

Als Aufsteiger setzte sich der HCOB II das Ziel, die Klasse zu halten, und das nicht erst auf den Zielgeraden der Saison. Der Auftakt verlief wenig verheißungsvoll, beim als Titelkandidat Nummer eins gehandelten TV Mundelsheim setzte es eine Schlappe, inklusive Verbalkeule von TVM-Coach Jörg Haug, dass die HCOB-Handballer recht bald platt gewesen seien. Beim TSV Bönnigheim mussten sich die Murrtaler erneut geschlagen geben, dann landeten sie in Heimspielen gegen den TV Oeffingen und den TSV Schmiden II erste Siege. Der Erfolg bei der SG Schorndorf war ein Ausrufezeichen – und der HCOB-Express kam immer besser ins Rollen. In Flein münzten die Murrtaler einen Fünf-Tore-Rückstand in einen Auswärtssieg um. Bis Weihnachten ließ der HCOB II nur noch einen Punkt liegen, in der harzbefreiten Zone des SV Hohenacker/Neustadt. Das Rückspiel gegen Mundelsheim hatte den Charakter einer Spitzenbegegnung, verlief aber einseitig. Der HCOB II siegte 28:21 und war zum Aufstiegskandidaten geworden. Während die Konkurrenz Punkte liegen ließ, marschierte der HCOB weiter. Vor allem die Abwehr erwies sich ein ums andere Mal als Erfolgsgarant. Die Niederlage beim TSV Schmiden II war eine Ausnahme, dafür trumpften die Murrtaler im Schlagerspiel bei der gleichfalls gut in Fahrt gekommenen SG Weinstadt groß auf. Der 31:26-Auswärtssieg war ein Meilenstein. Der HCOB II hatte Vorsprung. Die Heimniederlage gegen den um seine Relegationschance kämpfenden TV Flein am viertletzten Spieltag war bereits zu verkraften und hatte den Vorteil, dass die Murrtaler den Meisterschaftsgewinn zwar eine Woche später, dafür aber vor heimischer Kulisse unter Dach und Fach brachten. Am Ende standen 21 Siege, 1 Remis und nur 4 Niederlagen zu Buche. Der Durchmarsch war perfekt.

Spielertrainer Sebastian Forch, der dieses Amt im Sommer 2016 übernommen hatte und sich eng mit Torwart Marcel Wolf abstimmt, sagt, „dass ich nach unserer ersten Erfolgsserie und durch den Sieg im Rückspiel gegen den TV Mundelsheim gemerkt habe, wie weit es für uns gehen kann. Was mich immer wieder überrascht hat, war die Konstanz, die wir an den Tag gelegt haben.“ Geht es um Meilensteine auf dem Weg zum Meistertitel, dann fallen ihm nicht nur glanzvolle Auswärtssiege bei Mitkonkurrenten wie Flein oder Weinstadt ein, „auch wenn die für das Selbstvertrauen sehr wichtig waren. Allerdings waren auch knappe Spiele wie in Hohenacker oder in Oeffingen Knackpunkte. Da hat man erkennen können, was für ein Kampfgeist im Team steckt.“ Die gute Abwehrleistung mit den starken Torhütern Marcel Wolf und Stefan Merzbacher sei ein Erfolgsfaktor gewesen, „mit Sicherheit waren auch der Teamgedanke und der Umgang miteinander entscheidende Aspekte.“ Das HCOB-Team, sagt Forch, habe nicht die besten Einzelspieler der Liga gehabt, aber das am besten funktionierende Team. Immer wieder setzten andere Akteure Akzente, das machte es der Konkurrenz schwer, sich auf das Team einzustellen. Keinen Hehl macht Forch daraus, „dass wir Glück hatten, was Verletzungen anbetrifft.“ Björn Thau fiel mit einem Kreuzbandriss früh aus, das war es an größeren Rückschlägen. Was Sebastian Forch freut: „Obwohl wir ‚nur‘ eine zweite Mannschaft sind, hatten wir eine tolle Zuschauerunterstützung, auch bei den Auswärtsspielen.“

In der kommenden Runde kämpft der HCOB II in der Württembergliga um Punkte – verglichen mit den erst 14 Monate zurückliegenden Bezirksligaspielen ist das ein Quantensprung. „Die Württembergliga ist sportlich attraktiv wie leistungsstark“, sagt Sebastian Forch. „In den vergangenen Jahren war sie meist sehr ausgeglichen.“ Nur selten fielen Mannschaften ab, das bedeutet: Wer drinbleiben will, muss regelmäßig punkten. „Wir wollen in dieser Liga weiter lernen und die Herausforderung mit Spaß angehen.“ Ihn freut, dass die Mannschaft des vergangenen Jahres fast komplett zusammenbleibt. Für viele Spieler in seinem Kader ist es das erste Jahr auf diesem Leistungslevel, „da dürfen wir auf keinen Fall zu viel erwarten. Zugleich gehen wir die Sache mit viel Selbstvertrauen an, freuen uns auf viele tolle Derbys und volle Hallen.“ Mit Tobias Hold (aus der ersten Mannschaft) und Sascha Röhrle (Rückkehrer vom TSV Alfdorf-Lorch) erhält das Team zudem Verstärkung von leistungsstarken Handballern mit Erfahrung in höheren Spielklassen und ausgeprägter Identifikation zum Club.


           
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