Handballclub Oppenweiler Backnang
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Spiel

HCOB – TuS Fürstenfeldbruck
26.01. · 20 Uhr · Karl-Euerle-Halle Backnang
Wenn am Ende nur Frust und Ärger bleiben
| 02.09.2018      | Erste Mannschaft      | Alexander Hornauer 
Dieses Heimspiel müssen die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang erst einmal verdauen. Nicht allein, dass die Partie gegen die TSG Haßloch durch einen Siebenmeter nach Ablauf der Spielzeit mit 24:25 verloren ging, der ausgesprochen wurde, weil Philipp Schöbinger Sekunden zuvor einen Anwurf der Gäste regelwidrig verhindert hatte. Auch die Knieverletzung von Zugang Jakub Strýc drückte aufs Gemüt. Alles in allem war es ein gebrauchter Abend.
Zeigte eine gute Leistung: Torwart Stefan Koppmeier. (Foto: A. Becher)

Weil im Rückraum nicht nur Benjamin Röhrle und Ruben Sigle fehlten, sondern auch Evgeni Prasolov aufgrund von Adduktorenbeschwerden abwinken musste, wurde der vor wenigen Monaten verabschiedete Tobias Hold reaktiviert. Dennoch griffen viele Abläufe, die sich die Mannschaft in der Vorbereitung erarbeitet hat, nicht. Es musste zu viel improvisiert werden. Dem Angriffsspiel der Handballer aus dem Murrtal mangelte es an Durchschlagskraft – und die Haßlocher Abwehr, robust und körperlich präsent, dazu mit dem zuverlässigen Torwart Daniel Schlingmann ausgestattet, machte es dem HCOB nicht leicht. Die Gastgeber mussten für jeden Treffer hart arbeiten. Immerhin holten sie Siebenmeter heraus, zehn an der Zahl, und neun davon wusste Marcel Lenz zu Toren zu nutzen. Bei seinem einzigen Fehlwurf sicherte er den Abpraller für seine Farben. Der Zugang vom TSB Horkheim war mit schnellen Gegenstößen und guten Abschlüssen vom linken Flügel der offensive Lichtblick.

Dass die Partie jederzeit eng war und sich keine Mannschaft mit mehr als zwei Toren absetzen konnte, war der Tatsache geschuldet, dass auch die Haßlocher Angreifer oft kein Mittel gegen die kampfstarke HCOB-Abwehr fanden. Die Murrtaler verteidigten aufmerksam gegen die wurfgewaltigen Rückraumspieler aus der Pfalz, ohne dabei zu viele Räume für die Außen- und Kreisspieler zu lassen. Torwart Stefan Koppmeier, in der Vorwoche in Horkheim noch ohne Fortune, wehrte gleich zu Beginn der Begegnung mehrere Bälle ab und war fortan gut im Spiel. Die HCOB-Handballer hatten eine Reihe von Balleroberungen, kamen dadurch auch zum einen oder anderen Kontertor; allerdings nicht ganz in der erhofften Häufigkeit, wie sie vielleicht auch nötig gewesen wäre, um zumindest mal einen kleinen Vorsprung herauszuholen. Als die Gastgeber nach einem anfänglichen 1:3-Rückstand beim 4:3 wieder in Führung gingen, folgte der nächste Dämpfer: Jakub Strýc schied mit einer Knieverletzung aus. Er musste mit einer Trage vom Spielfeld gebracht werden, das ging Sportlern und Zuschauern nahe.

Der Schwung war erstmal weg, bis zur Pause blieb die Partie flach, durch einen verwandelten Siebenmeter von Lenz nahm der HCOB eine 11:10-Führung mit in die Kabine. In der zweiten Halbzeit wechselte die Führung immer wieder. Als der HCOB ein Überzahlspiel zu zwei Toren und damit zum 21:19 nach 52 Minuten nutzte, durfte man einen Heimsieg in Betracht ziehen, dann aber hieß es zu oft: Endstation bei Torwart Schlingmann. Haßloch seinerseits nutzte ein Überzahlspiel ebenfalls, führte vier Minuten vor dem Ende mit 23:21. Der HCOB gab aber nicht auf, eroberte sich 30 Sekunden vor dem Ende durch eine gute Abwehrleistung nochmals den Ball. Wieder wurde Lenz freigespielt, vier Sekunden vor dem Ende traf er zum 24:24. Das wäre wohl auch leistungsgerecht gewesen, doch die Partie hielt aus Sicht der Hausherren noch einen finalen Tiefschlag bereit. Bei Schlingmanns Versuch, den Ball schnell zur Mittellinie zu befördern, stand Philipp Schöbinger im Weg. Der Anwurf war regelwidrig verhindert. Das war ärgerlich, denn es war nur noch eine gute Sekunde auf der Uhr, da hätte die TSG keinen Angriff mehr zustande gebracht. So aber gab es Siebenmeter für die Gäste. Kevin Seelos traf zum 25:24 für Haßloch, die Hausherren waren bedient.


           
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