Handballclub Oppenweiler Backnang
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Spiel

TVS 1907 Baden-Baden – HCOB
29.09. · 20 Uhr · Rheintalhalle Sandweier
Zu große Abstimmungsprobleme in der Abwehr
| 09.09.2018      | Erste Mannschaft      | Alexander Hornauer 
Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang klemmen im Tabellenkeller fest. Das 29:36 beim TuS Fürstenfeldbruck war die dritte Niederlage im dritten Spiel für den Drittligisten. Die Angriffsleistung war akzeptabel, doch die dabei erzielten 29 Tore reichten deshalb nicht, weil sich in der Defensive große Abstimmungsschwierigkeiten auftaten. So kamen die Hausherren zu leicht zu ihren Toren. Am Ende fiel die Niederlage für den HCOB allerdings zu deutlich aus.
Musste sich mit seinem Team in Fürstenfeldbruck geschlagen geben: Jonas Frank. (Foto: A. Hornauer)

Weil der im Innenblock gesetzte Kreisspieler Jakub Strýc vor einer Woche mit einer schweren Knieverletzung ausfiel, musste HCOB-Coach Matthias Heineke defensiv zum dritten Mal in dieser Saison umstellen. Das machte sich bemerkbar. Trotz allen Kampfgeistes taten sich immer wieder Lücken auf, die die durch zwei Siege in den ersten beiden Spielen ohnehin euphorisierte Fürstenfeldbrucker Mannschaft zielstrebig zu ihren Gunsten zu Nutzen verstand. Vor allem Rückraumspieler Matthias Hild hatte entschieden zu viel Platz, kam regelmäßig über die Mitte zum Torwurf, da konnten die HCOB-Keeper Thomas Fink und Stefan Koppmeier wenig ausrichten.

Das zweite Problem, dass sich durch die (zu) löchrige HCOB-Abwehr ergab: Die Murrtaler kamen nur selten zu Ballgewinnen, die sie zu Kontertoren hätten nutzen können. Sie mussten oft in den „stehenden“ Angriff, lösten das phasenweise auch ganz gut, aber die einfachen Tore fehlten dennoch. In den ersten 20 Minuten war es eine offene Partie mit wechselnden Führungen, wobei aus Gästesicht schon in dieser Phase zu bemängeln war, dass die Hausherren ihre Treffer mit weniger Aufwand erzielen konnten.

Eine Hinausstellung gegen Philipp Maurer, über die sich diskutieren ließ (wobei das Schiedsrichterteam insgesamt freilich eine gute Leistung bot), spielte den Hausherren dann aber in den Karten, weil sie erstmals ein wenig wegkamen und nach einem Wurf ins verwaiste HCOB-Tor mit 12:9 führten. Diese drei Tore hatten auch zur Halbzeit Bestand. Schlimmeres verhinderte Torwart Stefan Koppmeier, der zum Ende der ersten Halbzeit mehrere Paraden zeigte und quasi mit der Sirene auch das Siebenmeterduell gegen Fürstenfeldbrucks Frederik Hartz gewann.

Nach dem Seitenwechsel klemmte es beim HCOB im Angriff, Trainer Heineke musste schon früh zur Auszeitkarte greifen und sein Team einstellen. Der sonst erneut sehr treffsichere Siebenmeterwerfer Marcel Lenz scheiterte, nachdem er zuvor sechs Mal getroffen hatte, an TuS-Keeper Valentin Hagitte, kurz darauf stand es bereits 15:21. Die Handballer aus dem Murrtal hatten den Anschluss verloren.

Die Sportler aus Württemberg bewiesen in der Nähe von München Kampfgeist, blieben ein unbequemer Gegner, kamen auch immer wieder auf drei Tore heran – doch um die Partie noch einmal richtig offen zu gestalten, hätte es eine Steigerung in der Abwehr benötigt. Stattdessen ließ Rückraumwerfer Hild immer mehr zur Bestform auf, allein sieben Tore gelangen ihm in der zweiten Hälfte, die Einheimischen verteidigten ihren Vorsprung, am Ende hieß es – etwas zu deutlich – sogar 36:29. Die Folge: Euphorie bei den Einheimischen, Frust bei den Gästen.

HCOB-Trainer Matthias Heineke: „Fürstenfeldbruck war heute klar die bessere Mannschaft. Wir haben im dritten Saisonspiel zum dritten Mal mit einer anderen Konstellation im Innenblock gespielt. Wir haben unter der Woche daran gearbeitet, aber trotzdem haben wir zu viele Tore über das Zentrum bekommen. Wir hatten keine Stabilität und konnten so auch kaum ein Kontertor erzielen. So mussten wir oft gegen die Abwehr anspielen, und da hätte es dann schon richtig rund laufen müssen, dass wir hier gewinnen – und das hat es leider auch nicht.“


TuS Fürstenfeldbruck - HC Oppenweiler/Backnang   36:29
| 08.09.2018 - 19:30      | Wittelsbacher Halle Fürstenfeldbruck
    
TuS Fürstenfeldbruck
Markus Winkler, Michael Luderschmid, Valentin Hagitte (Tor), Benno Gnan (1), Matthias Hild (11), Felix Augner (2), Falk Kolodziej (5/1), Maximilian Lentner (3), Felix Kerst (1), Johannes Stumpf (3), Frederik Hartz (5), Max Hörner (2/1), Ole Schwagerus (2), Tobias Prestele (1). – Trainer: Martin Wild.

HC Oppenweiler/Backnang
Thomas Fink, Stefan Koppmeier (Tor), Jonas Frank, Niklas Hug (n.e.), Dominik Koch (n.e.), Lukas Köder (2), Tom Kuhnle (1), Marcel Lenz (12/8), Philipp Maurer, Evgeni Prasolov (3), Felix Raff (3), Sascha Röhrle (1), Philipp Schöbinger (3), Ruben Sigle (2), David Szilagyi (n.e.), Kevin Wolf (2). – Trainer: Matthias Heineke.

Schiedsrichter: Felix Gorenflo (Gutach) und Frank Mangold (Gutach).
Zuschauer: 720.
Siebenmeter: 2/3 : 8/10 (Hartz scheitert an Koppmeier – Lenz scheitert an Hagitte und Luderschmid).
Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Hild, Kolodziej, Hartz, Prestele – Maurer/zweimal, Prasolov, Schöbinger).
Spielverlauf: 1:3, 8:7, 14:11, 16:13 – 22:16, 25:21, 29:25, 36:29.
           
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