Handballclub Oppenweiler Backnang
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Spiel

HCOB – TuS Fürstenfeldbruck
26.01. · 20 Uhr · Karl-Euerle-Halle Backnang
HCOB will gegnerische Werfer mehr unter Druck setzen
| 21.11.2018      | Erste Mannschaft      | Alexander Hornauer 
Schwere Auswärtsaufgabe für den HC Oppenweiler/Backnang: Der Handball-Drittligist tritt am Freitag (20 Uhr) bei den Rhein-Neckar Löwen II in der Stadthalle Östringen an. Es könnte ein torreiches Aufeinandertreffen geben – und deshalb hat der HCOB nach der (zu) hohen Zahl an Gegentoren in der Vorwoche verstärkt an der Defensivarbeit gefeilt.
Möchte sich mit dem HCOB am Freitag bei den Rhein-Neckar Löwen II erfolgreich in Szene setzen: Torwart Stefan Koppmeier. (Foto: A. Becher)

Glück im Unglück: Flügelspieler Marcel Lenz hat sich im Heimspiel gegen den TuS 04 Dansenberg „nur“ eine „leichte“ Bänderdehnung zugezogen, er kann gegen die „Junglöwen“ spielen. Das ist zum einen aufgrund seiner Torgefahr vom linken Flügel wichtig, zum anderen aufgrund seiner gut und nervenstark geworfenen Strafwürfe. Von der Siebenmeterlinie ließ der HCOB gegen die Pfälzer zu viel liegen.

Rückkehrer: Der mehrere Wochen verletzt fehlende Rückraumspieler Jonas Frank lief am vergangenen Samstag für die zweite Mannschaft auf. Der Belastungstest war erfolgreich, am Freitag wird der routinierte Handballer wieder in der Ersten spielen. Er ist ein Spieler, der in hektischen Momenten den Überblick bewahrt, und damit sehr wichtig für das Team.

Die Lehren aus der Vorwoche: Auch wenn Dansenberg sehr offensivstark agierte, 36 Gegentreffer waren zu viel, ganz eindeutig. „Wir haben zu viele Eins-gegen-Eins- und Zwei-gegen-Zwei-Aktionen nicht erfolgreich gelöst“, sagt Trainer Matthias Heineke und gewährt Einblicke in die Trainingsarbeit: „Genau an diesen Zweiergruppen und an der Kleingruppentaktik arbeiten wir in dieser Woche, am Freitag soll das wieder besser gelingen.“

Der offensive Aufwärtstrend: Am fünften Spieltag gelangen dem HCOB in Saarlouis nur 21 Tore. Das war Minusrekord, aber auch in den vier Spielen zuvor reichte es nie an die 30-Tore-Marke heran. Beim ersten Saisonsieg in Baden-Baden übersprang das Heineke-Team die Hürde und erzielte auch in den darauffolgenden sechs Begegnungen konstant mehr als 30 Treffer. Matthias Heineke kann der These, dass es offensiv ganz gut laufe, deshalb uneingeschränkt zustimmen. „Wir haben viel für den Angriff trainiert und haben die Abstimmung im Detail verbessert. Gepaart mit dem klaren Formanstieg unserer Rückraumspieler sieht das jetzt gut aus.“ Da gilt es dranzubleiben.

Fallen auch in Östringen viele Tore? Vor einer Woche äußerte HCOB-Coach Matthias Heineke die These, dass es gegen Dansenberg ein von den Defensivreihen geprägtes Spiel geben könnte. „Nachdem ich da so ein Experte war“, sagt er mit einer gewissen Selbstironie, „denke ich, dass die nächsten Partie nun einen ähnlichen Charakter haben könnte, da sich beide Teams aktuell durch ein gutes Angriffsspiel auszeichnen.“ Aber zugleich, siehe oben, wäre es ihm ganz recht, wenn es zumindest auf der „richtigen“ Seite wieder seltener klingelt, da könnte er mit einem neuerlichen Irrtum also gut leben.

Wie sind die „Junglöwen“ drauf? Der Nachwuchs des Deutschen Pokalsiegers hat in der vergangenen Runde Rang drei erreicht, dann gab es den eigentlich obligatorischen Umbruch, die Mannschaft präsentiert sich erneut mit vielen jungen Spielern. Die sind allerdings bestens ausgebildet, und deshalb steht das Team der Trainer Michel Abt und André Bechtold mit 15:9 Punkten auch aktuell wieder gut da. Punktverluste gab es eigentlich nur gegen absolute Topteams, zuletzt besiegte die Mannschaft den TuS Fürstenfeldbruck und – noch dazu in dessen Halle – den Zweitliga-Absteiger HG Saarlouis. Das spricht für eine gute Formkurve und macht die Aufgabe für den HCOB nicht einfach.

Wie kann der HCOB trotzdem siegen? Coach Matthias Heineke sieht zwei Ansatzpunkte. Erstens: „In der Abwehr für mehr Würfe unter Druck des Gegners sorgen.“ Zweitens: „Eine bessere Trefferquote als die Rhein-Neckar Löwen II haben, dann kann es was werden.“ In der vergangenen Runde nahm der HCOB einen Punkt aus der Stadthalle Östringen mit.

Der Aspekt Freitagsspiel: Die Sportler aus dem Murrtal spielen fast immer Samstag, nun zum zweiten Mal in dieser Saison einen Tag früher. Das führt zu kleinen Veränderungen im Ablauf. So wird in dieser Woche nur dreimal trainiert, und die Einheit am Donnerstag wird eher von der Taktik denn von der Intensität geprägt sein.“

Der Blick auf die Tabelle: Der HCOB ist Zwölfter, hat 9 Punkte, drei mehr als Neuhausen/Filder und Zweibrücken. Willstätt (4) und Baden-Baden (3) belegen derzeit die letzten beiden Plätze. Der HCOB-Vorsprung ist noch klein, die Murrtaler müssen weiterhin mit der Eichhörnchen-Taktik agieren und jedes Pünktchen, das zu greifen ist, einheimsen. Denn das Programm in den kommenden Wochen ist nicht ganz ohne.

Wer dabei sein will: Der HC Oppenweiler/Backnang setzt zur Partie im Kraichgau einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 16.45 Uhr an der Gemeindehalle. Wer mitfahren möchte, kann sich bei Erich Maier (Telefon 07191/4216) anmelden.


           
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