Handballclub Oppenweiler Backnang
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Spiel

TV 08 Willstätt – HCOB
23.03. · 20 Uhr · Hanauerlandhalle Willstätt
Nach dem Fehlstart die Kurve bekommen
| 29.12.2018      | Erste Mannschaft      | Alexander Hornauer 
Der HC Oppenweiler/Backnang wollte ihn unbedingt vermeiden und fing ihn sich trotzdem ein: den gefĂĽrchteten Fehlstart. Aber der Handball-Drittligist berappelte sich und siegte in wichtigen Spielen. Die Mannschaft von Trainer Matthias Heineke hat sich einige Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone verschafft. Wenn der Spielbetrieb Ende Januar wieder aufgenommen wird, will sich der HCOB vollends zielstrebig von den Konkurrenten absetzen.
Durchlebte und erlebte mit dem HCOB in den ersten 17 Spielen der laufenden Saison schwere Phasen und emotionale Highlights: RĂĽckraumspieler Kevin Wolf. (Foto: A. Becher)

Der HCOB startete mit einer auf vielen Positionen neu formierten Mannschaft in die Runde. Etablierte Kräfte waren nicht mehr dabei, vor allem mit Blick auf die Defensive. Aber auch die Zugänge versprachen Perspektive. Blieb die Frage, ob die Mannschaft von Beginn an (philosophische Betrachtung) harmoniert und (statistische Betrachtung) punktet. Zumindest Frage zwei ist einfach zu beantworten: Tat sie nicht. Und deshalb heißt das erste Kapitel im Rückblick…

Der Fehlstart: Das Auftaktspiel in Horkheim geht verloren, schmerzhafter ist die Heimniederlage gegen die TSG Haßloch im ersten Heimspiel – sie kommt durch einen Siebenmeter nach Spielende zustande. Außerdem zieht sich Kreisläufer Jakub Strýc einen Kreuzbandriss zu. In Fürstenfeldbruck und gegen Balingen-Weilstetten II ist nichts zu holen. Dann kommt Pech hinzu: Bei Zweitliga-Absteiger HG Saarlouis sind die Murrtaler nicht schlechter, aber sie verlieren mit einem Tor. Schon wieder. Nach fünf Spielen stehen 0:10 Punkte zu Buche. Thesen, dass es schon drei oder vier Pluspunkte sein könnten, vielleicht sein müssten, sind das Papier nicht wert. Fakt ist: Der HC Oppenweiler/Backnang ist Letzter.

Das SchlĂĽsselspiel: In der Partie bei Aufsteiger TV 1907 Baden-Baden zählt deshalb nur ein Sieg. Der Druck ist groĂź, die Gäste halten ihm stand, und zwar souverän. Sie siegen deutlich, es ist der erste Schritt aus der Abstiegszone – und irgendwo auch ein klares Zeichen, dass mit der Mannschaft wieder zu rechnen ist…

Erfolgreiche Wochen: In einem packenden Derby gelingt gegen den VfL Pfullingen ein umjubelter 33:32-Heimsieg. In Kornwestheim unterlegt der HCOB nur denkbar knapp, dann macht er sich ans Punkten. Erst ein Zähler gegen VT Zweibrücken-Saarpfalz, dann jeweils zwei gegen den TV 08 Willstätt sowie auswärts beim TSV Neuhausen/Filder. Es sind wichtige Erfolge gegen unmittelbare Tabellennachbarn, der HCOB verbessert sich in der Tabelle auf Rang zwölf. Hilfreich in dieser Phase: Die mit einem Zweifachspielrecht ausgestatteten Talente Jonathan Fischer und Nikola Vlahovic von Erstligist Bietigheim kommen zu Einsätzen und helfen, die durch Verletzungen zeitweise große Personalnot zu lindern.

Kurze Durststrecke: Gegen die Topteams Dansenberg, Rhein-Neckar Löwen II und Konstanz müssen sich die HCOB-Handballer dreimal geschlagen geben, wobei vor allem die Ein-Tore-Niederlage bei den Junglöwen schmerzt. Der Druck auf die HCOB-Handballer nimmt wieder zu.

Emotionale Highlights: Ausgerechnet bei der zuvor mehrmals hintereinander siegreichen TGS Pforzheim liefert der HCOB eine Glanzvorstellung ab, siegt verdient. Diesen Schwung nehmen die Murrtaler mit ins Derby gegen den TSB Horkheim. Sie holen vier Tore Rückstand auf und siegen durch einen direkt verwandelten Freiwurf von Ruben Sigle – einen solchen Jubelsturm hat die Karl-Euerle-Halle schon lange nicht mehr erlebt. Es sind die Pluspunkte 12 und 13, der HCOB ist auf einem erkennbar guten Weg.

Der Warnschuss: In der letzten Partie vor Weihnachten ist der Zauber der Vorwochen verfolgen. In Haßloch gibt es eine deutliche Schlappe – sie ist auch ein Zeichen dafür, dass man in der Dritten Liga kein Spiel zu leichtnehmen darf.

Insgesamt stehen nach 17 von 30 Spielen – die ersten beiden Rückrundenspiele wurden wegen der Handball-WM schon im Dezember ausgetragen – 13:21 Punkte zu Buche. In der Abwägung aus unglücklich hergeschenkten Zählern und auf den letzten Drücker gewonnenen Punkten ist tendenziell noch ein kleines Minus zu registrieren – trotz des Sigle-Treffers gegen Horkheim. Wichtig ist, dass das Team nach dem kapitalen Fehlstart nicht in Hektik verfiel, sondern weiter an die eigenen Stärken glaubte und sich dann auch durchbiss. Die Mannschaft ist im Angriff eine der durchsetzungsfähigsten der Liga, für die Rückrunde gilt es das beizubehalten – und zugleich die Abwehrarbeit besser zu gestalten. Ziel muss sein, den Abstand auf die „letzten Vier“ der Liga auf jeden Fall zu verteidigen und im besten Fall sogar auszubauen. Die erste Chance dazu bietet sich am 26. Januar, dann geht es gegen den TuS Fürstenfeldbruck – und damit gegen einen jener Gegner, gegen den die HCOB-Handballer noch etwas gutzumachen haben.

Einsätze und Tore, Feldsspieler: Marcel Lenz (17 Spiele, 123 Tore), Kevin Wolf (17, 60), Ruben Sigle (15, 58), Lukas Köder (16, 46), Evgeni Prasolov (15, 46), Philipp Schöbinger (17, 36), Tom Kuhnle (16, 33), Philipp Maurer (14, 28), Felix Raff (17, 27), Jonathan Fischer (5, 15), David Szilagyi (8, 12), Dominik Koch (14, 9), Jonas Frank (10, 8), Nikola Vlahovic (4, 3), Jakub Strýc (2, 2), Sascha Röhrle (1, 1), Tobias Hold (1). Torhüter: Stefan Koppmeier (17 Einsätze), Thomas Fink (11), Marcel Wolf (1), Stefan Merzbacher (1).


           
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