Handballclub Oppenweiler Backnang
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In den entscheidenden Begegnungen nervenstark
| 13.05.2019      | M√§nner 2      | Alexander Hornauer 
Nach dem Doppelaufstieg aus der Bezirksliga direkt in die W√ľrttembergliga gaben die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang II auch in der h√∂chsten Spielklasse des Verbandes eine gute Figur ab. Nach einer soliden Vorrunde sorgte ein Fehlstart ins neue Jahr zwar f√ľr Sorgenfalten. In den entscheidenden Spielen war der HCOB II aber nervenstark und stellte den Ligaverbleib fr√ľhzeitig sicher ‚Äď und wurde am Ende sogar Neunter.
Bewies mit seinem Team in entscheidenden Begegnungen Nervenstärke: Spielertrainer Sebastian Forch. (Foto: A. Hornauer)

Spielertrainer Sebastian Forch hatte vor Rundenstart prophezeit, dass man nun in der Liga angekommen sein, die dem Potenzial seiner Mannschaft entspr√§che. Er sollte Recht behalten. Der HCOB II verlor zum Auftakt mit 23:37 beim sp√§teren Meister SV Fellbach. Siege gegen den SV Leonberg/Eltingen und den SKV Oberstenfeld brachten dann aber erste Punkte und Zutrauen ins eigene K√∂nnen. In der Vorrunde leistete sich der Aufsteiger kaum Durststrecken, gewann gegen die Teams aus dem Tabellenkeller und setzte mit Ausw√§rtssiegen bei der HSG Fridingen/M√ľhlheim und bei der HSG B√∂blingen/Sindelfingen erfreuliche Ausrufezeichen. Mit 14:16 Punkten fiel die Zwischenbilanz nach der Vorrunde weitestgehend positiv aus. Das sah auch Trainer Sebastian Forch so, wiewohl er meinte, dass eher noch ein paar Punkte mehr m√∂glich gewesen w√§re. Die Grundlage f√ľr den Ligaverbleib war aber gelegt.

Der Start ins neue Jahr misslang dann allerdings ordentlich. Vier Niederlagen, meist deutlich, in Schmiden sogar √ľberdeutlich ‚Äď der Aufsteiger rutschte ins letzte Tabellendrittel. In Duellen mit den unmittelbaren Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg lastete Druck auf dem Team. Die Mannschaft hielt ihm Stand. Sie siegte mit 29:28 gegen die SG BBM Bietigheim II und mit 33:32 beim TV Flein ‚Äď das waren absolute Big Points im Kampf um den Ligaverbleib. ‚ÄěWir haben die wichtigen und entscheidenden Spiele gewonnen‚Äú, bilanziert Spielertrainer Sebastian Forch. Wohl vers√§umten es die Murrtaler, den Sack in den Spielen gegen die HSG Fridingen/M√ľhlheim und den TSV Altensteig (nur ein Punkt) vorzeitig zuzumachen, mit dem Ausw√§rtscoup beim TSV Alfdorf-Lorch war der Ligaverbleib drei Spieltage vor Rundenende aber gesichert. Durch zwei Heimsiege in den abschlie√üenden drei Rundenspielen verbesserte sich der Aufsteiger auf den neunten und damit auf einen einstelligen Tabellenplatz.

Die zur Winterpause ge√§u√üerte Hoffnung von Spielertrainer Sebastian Forch, die Runde sogar mit einem positiven Punktekonto abschlie√üen zu k√∂nnen, erf√ľllte sich nicht. Ma√ügeblich daf√ľr entscheidend: die Schw√§chephase zu Beginn des neuen Jahres. Dass die HCOB-Handballer dann aber verstanden, in den meisten Begegnungen gegen unmittelbare Rivalen aus der hinteren Tabellenh√§lfte zu punkten, ersparte ihnen eine l√§nger anhaltende Zitterpartie. Den Nichtabstieg bereits einen Monat vor Rundenbeginn sicher gehabt zu haben, ist angesichts dessen, dass die Kellerkinder mit Beginn des neuen Jahres (und mit Ausnahme des TSV Altensteig) ‚Äěpl√∂tzlich‚Äú kontinuierlich punkteten, durchaus erfreulich. Deshalb lautet die Bilanz des Trainers auch: ‚ÄěInsgesamt sind wir zufrieden.‚Äú Er h√§tte sich noch den einen oder anderen Sieg gegen ein Topteam gew√ľnscht, das gelang nur am zweiten Spieltag gegen Leonberg. Daf√ľr konnte er sich √ľber die Ausw√§rtsst√§rke seines Teams freuen, die Bilanz war fast ausgeglichen.

Zur kommenden Runde werden die Karten neu gemischt. Der w√ľrttembergische Handballverband hat unl√§ngst (und somit recht kurzfristig) beschlossen, aus zwei W√ľrttembergligastaffeln eine zu machen. Darunter sollen zwei Verbandsligastaffeln in den Spielbetrieb eingebunden und die Zahl der Landesligastaffeln von drei auf vier erh√∂ht werden. Wie der Qualifikationsmodus aussieht wurde bislang nicht bekanntgegeben. Das erleichtert den Vereinen die Planung nicht gerade. Der HCOB II muss in der kommenden Runde auf einige erfahrene Spieler verzichten. Spielertrainer Sebastian Forch (geht in seine vierte Saison) steht vor der Aufgabe, aus den verbleibenden Kr√§ften sowie aus nachr√ľckenden Akteuren wieder eine schlagkr√§ftige Mannschaft zu formen. Er sagt: ‚ÄěDie Mannschaft wird ein anderes Gesicht bekommen. Einige Spieler k√∂nnen aus diesem Jahr viel Erfahrung mitnehmen.‚Äú Er sieht gute Chancen, auch in der kommenden Runde wieder auf einem guten Level mitspielen zu k√∂nnen.

Auf- und Absteiger: Der SV Fellbach und der TSB Schw√§bisch Gm√ľnd steigen als Meister der beiden Staffeln der W√ľrttembergliga in die Baden-W√ľrttemberg-Oberliga auf. Absteiger in die Landesligen sind der TV Flein, der TSV Altensteig (beide Nordstaffel) sowie der HC Hohenems aus Vorarlberg und die SG Herbrechtingen/Bolheim (S√ľdstaffel). Aus der Baden-W√ľrttemberg-Oberliga kommen die SV Remshalden und der TV Neuhausen/Erms hinzu. Die Akteure aus dem Ermstal haben die Runde nicht gespielt, ihr Team aber nach dem 1. Juli abgemeldet, sie gelten deshalb als Absteiger und d√ľrfen in der W√ľrttembergliga weitermachen. Eventuell kommt auch der TV Weilstetten hinzu. Die Lochenf√ľchse m√ľssen absteigen, wenn einer der BWOL-Vertreter (TSV Blaustein, TV Plochingen) den Aufstieg in die Dritte Liga verpasst. Aus der Landesliga steigen der TSV Altenstadt, die HSG Albstadt und die SG Weinstadt auf. Insgesamt kommt man f√ľr die kommende Runde auf 29 oder 30 Teilnehmer an der W√ľrttembergliga, die unter geographischen Gesichtspunkten in zwei Staffeln eingeteilt werden.

Eins√§tze und Tore: Tobias Hold (26, 142/31), Sebastian Forch (23, 107/18), Tobias Lessig (28, 100), Niklas Hug (23, 76/34), Kai Sonnenburg (23, 65), Sascha R√∂hrle (27, 46), Tim Jupe (24, 39/2), David Szilagyi (13, 29), Hannes Pre√ümar (28, 25), Magnus Erb (26, 23), Julian Hold (23, 16), Benjamin R√∂hrle (3, 15/5), Eric B√ľhler (19, 11/1), Jonas Frank (1, 9), Felix Raff (1, 6), Lukas Rauh (18, 4), Johannes Csauth (3, 4), Stefan Merzbacher (27, 1), Marcel Wolf (28), Marc Brosi (1), Robin B√ľchler (1), Luca Kreisz (1), Mathis Renz (1).


           
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