Handballclub Oppenweiler Backnang
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Spiel

HCOB – TSV Blaustein
24.08.2019 · 20 Uhr · Gemeindehalle Oppenweiler
Essen siegt, der HCOB erntet viel Lob
| 28.07.2019      | Erste Mannschaft      | Alexander Hornauer 
Traditionsverein TUSEM Essen hat beim RIVA Handball-Cup in der Karl-Euerle-Halle seinen im Vorjahr erstmals errungenen Turniersieg auf souveräne Weise wiederholt. In einem zum Finale gewordenen letzten Spiel besiegte der Zweitligist den bis dahin beherzt und mit erkennbarer Freude aufspielenden Lokalmatadoren HC Oppenweiler/Backnang, der für Rang zwei viel Applaus erhielt.
Spielt mit dem HCOB beim eigenen Turnier beherzt auf: Rückraumspieler Nikola Vlahovic. (Foto: A. Becher)

Das Team des Gastgebers landete zu Beginn einen Coup und siegte gegen Zweitliga-Aufsteiger Konstanz mit 18:15. Kein Vergleich zum Duell vor einigen Monaten, als die Schützlinge von Trainer Matthias Heineke am Bodensee ziemlich baden gegangen waren. Die Murrtaler überstanden eine Schwächephase, als aus dem 7:4 ein 10:13 wurde und schlugen in den Schlussminuten eindrucksvoll zurück. Torwart Stefan Koppmeier hielt klasse, Philipp Schöbinger sorgte vom Kreis fürs 14:14, dann schlug die Stunde von Nikola Vlahovic. Der Rückraumspieler setzte sich dreimal spektakulär durch und sorgte für Hochstimmung in der Halle. Es hieß 18:15, die Überraschung war geschafft.

Weil Turnierfavorit Essen anschließend klar mit 20:11 gegen Pfullingen gewann und nach großem Kampf auch Konstanz mit 17:15 niederrang, bot sich dem HCOB vor dem Duell mit dem alten Rivalen aus Pfullingen die Chance auf eine richtiges Endspiel gegen Essen. Nur verlieren war verboten. Allerdings lief es im Württemberg-Klassiker zunächst nicht so richtig rund für die Hausherren. Fahrkarten im Angriff, Nachlässigkeiten in der Abwehr, aus einem 5:5 wurde ein 5:10. Dann erwachte der Kampfgeist des HCOB-Teams, nun zeigte auch Felix Beutel im Tor sein Können. Beim 15:15 war der Ausgleich geschafft, beim 17:15 der Sieg nahe, dann glich Pfullingen noch aus. Für den VfL war das Remis das Erfolgserlebnis des Tages, für die Murrtaler nach der Führung kurz vor dem Ende beinahe ein verschenkter Punkt. Wichtig aber war: Der 25. Handball-Cup hatte sein Endspiel.

In diesem dominierte Essen dann allerdings ziemlich deutlich. Der HCOB lief von Beginn an einem Rückstand hinterher. Das 4:6 durch Timm Buck ließ kurzzeitig noch einmal Hoffnung aufkeimen, insgesamt aber fehlte dem Drittligisten gegen den Zweitligisten doch die erforderliche offensive Durchschlagskraft. Die Gäste wiederum netzten durch die Außen Noah Beyer und Tim Skroblien regelmäßig ein, siegten am Ende standesgemäß mit 21:10 und waren damit der unangefochtene Turniersieger. Den Schlussapplaus holten sich beide Mannschaften gemeinsam ab. Dritter wurden übrigens die Konstanzer, die sich im „kleinen Finale“ gegen Pfullingen den Frust von der Seele warfen und deutlich mit 20:13 siegten.

Jaron Siewert, der Trainer der Mannschaft aus Essen, freute sich über den erneuten Sieg seiner Mannschaft und äußerte schmunzelnd die Hoffnung, „dass uns der RIVA Handball-Cup auch in diesem Jahr den Schwung für die neue Saison gibt“. Ein gutes Omen ist der Triumph für den Traditionsverein aus dem Westen auf jeden Fall, denn im vergangenen Jahr erreichte der dreimalige Deutsche Meister seine beste Zweitligaplatzierung seit Jahren, vielleicht gelingt nun sogar die Rückkehr in die Bundesliga. Dem sportlichen Auftritt seiner Akteure gewann Siewert viel Positives ab, und im finalen Match gegen den HCOB habe sein Team eben auch die größeren Energiereserven gehabt. Für das Organisationsteam hatte er ein Lob parat: „Alles sehr gut organisiert, noch besser als im vergangenen Jahr.“

Auch beim HC Oppenweiler/Backnang fällt die Bilanz unter dem Strich positiv aus. Trainer Matthias Heineke sagte: „Wir haben eine Überraschung geschafft, uns dann aber gegen einen gleichklassigen Gegner schwergetan.“ Dass sein Team nach fünf Toren Abstand zurück in die Partie fand und noch einen Punkt holte, hätte dann aber für die Moral gesprochen. Das Spiel gegen Essen verbuchte Heineke unter der Kategorie „Lehrstunde“, trotzdem ging er mit einem guten Gefühl aus der Halle und in eine einwöchige Pause: „Nach vier Wochen der Vorbereitung hatten wir noch einige Fragezeichen. Jetzt sind wir zwei Wochen weiter und haben sehr gute Fortschritte gemacht.“

HCOB-Handballer Philipp Maurer teilte die gute Laune und bilanzierte: „Es war ein sehr schönes Turnier. Wir haben den positiven Trend aus den vergangenen Wochen mitgenommen.“ Auch weil die Halle gut besucht war – rund 600 Besucher dürften es im Laufe des Tages gewesen sein – meinte er: „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Wir können auf jeden Fall positiv in unsere einwöchige Pause gehen und in der zweiten Phase der Vorbereitung dann richtig Gas geben.“


           
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