In Nordhorn wird bereits seit 1993 Bundesliga-Handball gespielt. Der Verein verbrachte viele Jahre in der ersten Liga und erreichte im Jahr 2002 sogar die Vizemeisterschaft, nur einen Punkt hinter dem THW Kiel. Die Mannschaft stand mehrfach in den Endrunden um den DHB-Pokal und in europäischen Finals. 2008 siegte das Team im Endspiel um den EHF-Pokal gegen den FC Kopenhagen. Im Anschluss an die Saison 2008/2009 musste der Verein jedoch einen Zwangsabstieg aus der ersten Liga hinnehmen. Seither spielt er – von einem zweijährigen Gastspiel in der obersten Liga abgesehen – beständig in der zweiten Handball-Bundesliga, zumeist mit Platzierungen im vorderen Tabellenmittelfeld.
In der laufenden Saison machten die Handballer aus dem Südwesten von Niedersachsen vor allem mit einer Serie von zehn aufeinanderfolgenden Siegen auf sich aufmerksam. Zwischendurch zählten sie zu den aussichtsreichen Kandidaten für den Sprung auf die Aufstiegsränge. Zuletzt mussten sie ganz nach vorne etwas abreißen lassen, doch es deutet einiges auf einen Platz in der erweiterten Spitzengruppe hin. Das Saisonfazit wird positiv ausfallen.
Großen Anteil am erfolgreichen Abschneiden schreibt man bei der HSG dem starken Torwart Kristian von der Merwe aus Dänemark zu. Dessen Abgang zum Ende der Runde schmerzt deshalb auch, ist aber der Zielsetzung geschuldet, künftig verstärkt auf jüngere und entwicklungsfähige Spieler setzen zu wollen. Eine Rückkehr in die erste Liga wird aus diesem Grund in der näheren Zukunft nicht angestrebt, berichten die regionalen Zeitungen.
Der Verein ist auf der Trainerposition prominent besetzt. Seit 2024 wird diese von Mark Bult besetzt. Der Niederländer war nicht nur als Spieler bei den Füchsen Berlin oder dem VfL Gummersbach jahrelang in der Bundesliga unterwegs, sondern sammelte auch sieben Jahre lang als Co-Trainer bei der SG Flensburg/ Handewitt viel Erfahrung im europäischen Spitzensegment.