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HCOB-Team nutzt die Möglichkeit zur Wende nicht

| Männer 1

Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang haben erstmals in dieser Runde verloren. Ärgerlich am 30:33 beim amtierenden Drittligameister SV Salamander Kornwestheim war, dass die Gäste in Durchgang zwei gute Chancen hatten, die Begegnung zu drehen. Aber sie leisteten sich zu viele Fehlwürfe.

Trainer Rui Silva sagte nach dem Abpfiff: „Am Ende muss man sagen, dass wir den Sieg heute nicht verdient haben.“ Vor allem die erste Halbzeit stellte ihn nicht zufrieden. „Wir haben in der Abwehr nicht gut gespielt und zu viele Zweikämpfe verloren“, bemängelte Rui Silva. Er meinte: „Es hat uns an der Intensität und an der Konzentration gefehlt.“

Die Kornwestheimer kamen zu vielen guten Torgelegenheiten und nutzten diese sehr effektiv. Der amtierende Drittliga-Torschützenkönig Felix Kazmaier war kaum zu stoppen. Ihm gelangen in den ersten 30 Minuten sieben Tore für die Heimmannschaft. Nach rund 20 Minuten lagen die Gastgeber beim 12:8 erstmals deutlich vorn.

Der HCOB tat sich im Angriff deutlich schwerer. Die Kornwestheimer agierten mit einer offensiven Abwehr, und letztlich durften sie diese Taktik durchaus als Erfolg verbuchen, „denn wir haben es vorne nicht geschafft, unseren Plan umzusetzen“, fand Rui Silva. Seine Akteure hatten durchaus Räume, stießen aber nicht entschlossen genug in diese.

„Wir haben zu viel geprellt und zu langsam gespielt“, urteilte Rui Silva über das Spiel im Angriff. Viel konzentrierte sich auf Louis Mönch. Der Rückraumspieler ging entschlossen voran. Er erzielte in den ersten 30 Minuten acht Tore und hatte großen Anteil daran, dass der Rückstand nicht weiter anwuchs. Zur Pause lag der HCOB mit 13:17 hinten.

Nach Wiederanpfiff sahen die rund 300 HCOB-Anhänger unter den 700 Zuschauern eine kämpferisch deutlich verbesserte Mannschaft. „Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war sehr gut“, sagte auch Rui Silva. Die Gäste eroberten mehrere Bälle und erzielten die ersten drei Tore in Durchgang zwei. Ruben Sousa gelang das Anschlusstor – 16:17.

In dieser Phase hatte der HCOB die Chance zur Wende. Die Kornwestheimer wirkten nicht mehr so souverän wie in Halbzeit eins und hatten ebenfalls einige Fehlwürfe. Der HCOB indes kam mit einem siebten Feldspieler zu guten Gelegenheiten. Als Martin Schmiedt in der 46. Minute zum 24:24 traf, war die Begegnung wieder komplett offen.

Doch die Gäste schlugen nun nicht entschlossen zu. „Leider haben wir dann zu viele gute Wurfchancen ausgelassen“, ärgerte sich Trainer Rui Silva. Es handelte sich zum Teil um hundertprozentige Torgelegenheiten, frei vor dem gegnerischen Torwart. Das rächte sich. Die Kornwestheimer verschafften sich wieder Luft.

Der HCOB hatte sieben torlose Minuten, geriet mit 24:29 ins Hintertreffen. Dann beendete Timm Buck die Flaute. Kurz darauf konnten die Gastgeber, die zuvor oft in Unterzahl hatten spielen müssen, sich auch über eine Zeitstrafe für ihren Gegner freuen. Aber die Mannschaft von Coach Rui Silva kämpfte nun auch gegen die Zeit.

Mit einer offenen Manndeckung kamen die Murrtaler in Ballbesitz. Christos Erifopoulos verkürzte kurz vor Abpfiff auf 28:30. In den nächsten Angriffen nutzte Kornwestheim die Freiräume zu Toren und brachte den 33:30-Sieg über die Zeit. Während der SVK weiter unbesiegt ist, findet sich der HCOB mit 4:2 Punkten bei den Verfolgern.

Für HCOB-Coach Rui Silva brachte die erste Saisonniederlage die Erkenntnis, „dass wir weiter wachsen und hart arbeiten müssen, um unser Level zu erreichen, das ist Teil des Prozesses.“ Klar hätte er sich gefreut, wenn sein Team in den entscheidenden Minuten seine Chance besser genutzt hätte. Aber: „Auch wenn wir am Ende noch gewonnen hätten: es hätte nichts geändert, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben.“

Stimmen zum Spiel

HCOB-Trainer Rui Silva: „Am Ende muss man sagen, dass wir den Sieg heute nicht verdient haben. Wir haben in der Abwehr nicht gut gespielt und zu viele Zweikämpfe verloren. Es hat uns an der Intensität und an der Konzentration gefehlt. Vorne haben wir es nicht geschafft, unseren Plan umzusetzen. Wir haben zu viel geprellt und zu langsam gespielt. Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war sehr gut. Leider haben wir dann zu viele gute Wurfchancen ausgelassen. Das Spiel zeigt uns, dass wir weiter wachsen und hart arbeiten müssen, um unser Level zu erreichen, das ist Teil des Prozesses. Auch wenn wir am Ende noch gewonnen hätten: es hätte nichts geändert, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben.“

Rund ums Spiel

Auf zwei Auswärtsspiele folgen zwei Heimspiele. Am kommenden Sonntag erwartet der HCOB den TV 1861 Erlangen-Bruck, eine Woche später kommt der HC Erlangen II. Beide Spiele beginnen um 17 Uhr in der MURRTAL-ARENA

SV Salamander Kornwestheim – HC Oppenweiler/Backnang 33:30

12. September 2026
19.30 Uhr
Sporthalle Ost Kornwestheim

SV Salamander Kornwestheim:
Christoph Eibert, Jan Tinti (Tor), Lukas Reu (2), Jan Reusch, Toni Luithardt, Maximilian Keil (1), Tim Zeppmeisel (5), Felix Kazmeier (8/2), Christopher Tinti (1), Moritz-Lukas Lanig (6), Marco Lantella (1), Jan Döll (3), Jan Kägler (1), Marvin Bahmann, Finn Joneleit (5), Raphael Haller. – Trainer: Dr. Alexander Schurr.

HC Oppenweiler/Backnang:
Dave Hörnig, Dennis Wipf (Tor), Louis Mönch (10), Cedric Mayer, Timm Buck (4), Patrick Kiesewalter, Martin Schmiedt (4), Ruben Sousa (1), Felix Klingler (3/1), Paul Krügele, Lukas Rauh, Lev Szuharev (4), Christos Erifopoulos (2), David Soos (2). – Trainer: Rui Silva.

Schiedsrichter:
Jan Lier (Korntal-Münchingen) und Manuel Lier (St. Gallen/Schweiz).

Zuschauer:
700.

Siebenmeter:
2/3 : 1/2 (Kazmeier scheitert an Hörnig – Klingler scheitert an J. Tinti).

Zeitstrafen:
2:10 Minuten (Lanig – Rauh/zweimal, Buck, Sousa, Szuharev).

Spielverlauf:
6:6, 11:9, 17:13 – 18:17, 24:24, 33:30.

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