Der Kader des HC Oppenweiler/Backnang, mit dem der Verein nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga in die 3. Liga zurück in die Erfolgsspur finden möchte, nimmt weiter Konturen an. „Uns ist wichtig, auf allen Positionen unterschiedliche Spielertypen zur Verfügung zu haben, um flexibel agieren und die gegnerischen Abwehrreihen vor unterschiedliche Herausforderungen stellen zu können“, erklärt HCOB-Geschäftsführer Jonas Frank. Auf der halbrechten Rückraumposition ist Sacha Koltes (von ASPTT Mulhouse-Rixheim) ein Spieler mit gutem Eins-gegen-eins und viel Zug zum Tor. Lev Szuharev, der nun aus Würzburg geholt wurde, ergänzt dies mit seiner Torgefährlichkeit aus der zweiten Reihe.
Lev Szuharev ist seit dem vergangenen Herbst bei den Wölfen Würzburg aktiv. Er kam – Duplizität der Ereignisse – als Nachfolger für den zum HCOB gewechselten Malte Dederding zu den Mainfranken. Zuvor hatte der 25-Jährige für TuSEM Essen gespielt. Bei den Wölfen entwickelte er sich gut, nahm eine wichtige Rolle im Teamgefüge ein und etablierte sich als Führungsspieler mit professioneller Einstellung und gutem Charakter. Seine handballerische Ausbildung erhielt er in der Nachwuchsakademie des ungarischen Spitzenclubs Veszprém Handball. Seine ersten Erfahrungen bei den Aktiven sammelte er bei Eger-Eszterházy, Komlói BSK sowie bei Fejér-Bal Veszprém, dem zweiten Erstligisten aus der ungarischen Handballhauptstadt. Vor zwei Jahren entschloss er sich zum Wechsel nach Deutschland.
Nun folgt der Sprung zum HCOB. „Ich bin davon überzeugt, dass ich mich beim HCOB persönlich und sportlich weiterentwickeln kann”, sagt Lev Szuharev. Er will sich mit seinen Stärken in die Mannschaft einbringen. Diese sieht er in torgefährlichen Würfen aus der zweiten Reihe sowie im Zusammenspiel mit Kreisläufern und Außen. Den HCOB-Verantwortlichen war neben der Flexibilität im Angriffsspiel aber auch wichtig, dass er über gute Qualitäten in der Abwehr verfügt und flexibel einsetzbar ist. Normalerweise verteidigt er auf der Halbposition, er kann aber auch im Zentrum eingesetzt werden. Dadurch hat Coach Rui Silva mehr Gestaltungsspielraum. Gut für die Integration: Lev Szuharev spricht bereits perfekt Deutsch.
Zu seinen ersten Eindrücken beim HCOB sagt Lev Szuharev: „Es ist eine sehr professionell aufgestellte Organisation, von den Rahmenbedingungen, dem Trainerteam und der Vereinsführung.“ Aus HCOB-Sicht ist der Sportler aus Würzburg nach Christos Erifopolous (aus Konstanz), Louis Mönch (aus Bregenz) und Sacha Koltes der vierte Neue für den Rückraum.
