David Soos spielte mit der HSG Konstanz in der A-Jugend-Bundesliga. Er wechselte im Alter von 18 Jahren über die Landesgrenze zum HSC Kreuzlingen. Mit dem Verein vom Bodensee spielte er in der höchsten Schweizer Liga. Als der Club sein Team 2025 in die dritthöchste Liga zurückzog, blieb David Soos zunächst an Bord. Im Februar dieses Jahres kehrte er nach Deutschland zurück. Er spielte bei HBW Balingen-Weilstetten II in der Dritten Liga. Nun folgt der Wechsel ins Murrtal.
Volker Blumenschein vom HC Oppenweiler/Backnang sagt: „David bringt viel Entwicklungspotenzial mit. Ihm wurde bereits am Ende seiner Jugendzeit sehr viel Talent bescheinigt.“ Durch Verletzungen sei der Sportler mit ungarischen Wurzeln zwischenzeitlich ausgebremst worden. Bei seinen Einsätzen im Balinger Trikot knüpfte er wieder an frühere Leistungen an.
„David ist maximal motiviert und will sich im hochklassigen Handball etablieren“, sagt Volker Blumenschein. Man traue ihm zu, eine wichtige Rolle im Abwehr-Innenblock zu übernehmen. Zugleich soll er einen gesunden Konkurrenzkampf im Rückraum anfachen. Für die drei Rückraumpositionen stehen Trainer Rui Silva künftig sieben Spieler zur Verfügung, und, abhängig vom Genesungsverlauf von Jan Forstbauer, möglicherweise sogar acht. Damit verfügt der HCOB in diesem Mannschaftsteil über mehrere personelle Optionen. David Soos gilt als Spieler, der mit einem starken Wurf für Tore aus der zweiten Reihe sorgen kann.
„Er bringt viel Ehrgeiz mit und ist damit ein Spielertyp, wie wir ihn in unserem Team haben wollen“, betont Volker Blumenschein. Die Verpflichtung passe zur Ausrichtung des Teams. „Wir wollen eine Mannschaft entwickeln, die unter Rui Silva altersmäßig gut zusammenpasst und bei einem eventuellen Aufstieg in die zweite Liga gemeinsam den nächsten Schritt gehen kann. Dahinter steckt eine klare Idee, auch mittelfristig.“
David Soos freut sich auf seine neue Aufgabe. Die Gespräche – auch mit Trainer Rui Silva – seien sehr positiv gewesen. „Ich hatte direkt das Gefühl, dass der Verein ambitionierte Ziele verfolgt und jungen Spielern die Möglichkeit gibt, sich weiterzuentwickeln.“ Auch Umfeld, Mannschaft und Perspektive hätten es ihm angetan. Er will sich schnell integrieren und zum sportlichen Erfolg beitragen. „Mittelfristig ist es mein Ziel, mich individuell und sportlich weiterzuentwickeln und auf einem hohen Niveau Verantwortung zu übernehmen.“ Langfristig peilt er an, sich auf möglichst hohem Leistungsniveau im Handball zu etablieren. Als seine Stärke sieht er seinen Ehrgeiz, seine Einsatzbereitschaft und seine Teamfähigkeit. „Außerdem versuche ich, in jeder Situation Verantwortung zu übernehmen, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr.“
Valentin Abt verlässt den HCOB
Nicht mehr für den HCOB spielen wird hingegen Valentin Abt. Der Rückraumspieler mit Göppinger Wurzeln war im vergangenen Sommer vom TuS N-Lübbecke zum Neu-Zweitligisten gekommen. „Er hat einen tadellosen Charakter, eine professionelle Einstellung und vorbildlichen Ehrgeiz“, sagt HCOB-Geschäftsführer Jonas Frank und bedauert, „dass er in seiner Zeit bei uns leider immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden ist.“ Sein letztes Spiel bestritt Valentin Abt im März bei der Auswärtsniederlage in Hagen, seither musste er verletzt zusehen. Insgesamt kam der 20-Jährige in 16 Zweitligaspielen für den HCOB zum Einsatz und erzielte dabei 23 Tore. Jonas Frank wünscht ihm für die Zukunft vor allem „die körperliche Gesundheit, um sein großes Talent künftig voll ausschöpfen zu können.“