Das Duell der Mannschaften aus dem hinteren Mittelfeld der Tabelle bot Spannung pur, auch wenn die Anfangsphase aus Sicht der Gastgeberinnen sehr vielversprechend war. Zunächst warfen sie eine Drei-Tore-Führung heraus, dann setzten sie sich bis zur 17. Minute auf 10:5 ab. Nach 21 Minuten betrug der Vorsprung beim Spielstand von 13:7 sogar sechs Tore. Allerdings ließ dann die Treffsicherheit im Angriff nach und die Rhein-Neckar Löwen kamen nach und nach heran. Sie erzielten vier Tore in Serie und schöpften beim Stand von 13:11 neuen Mut. Der HCOB hatte alle Hände voll zu tun, um zumindest eine 17:15-Führung in die Kabinen zu bringen.
Nach dem Seitenwechsel setzten die Gästespielerinnen die Gastgeberinnen weiter unter Druck. Der HCOB ließ vorne gute Chancen aus und leistete sich technische Fehler. In der Abwehr fehlte der Zugriff, sodass die Spielerinnen von Trainer Sebastian Blocher sechs Gegentore in Serie kassierten. In der 40. Minute stand es 19:23. Aus einem komfortabel wirkenden Vorsprung war innerhalb von 20 Minuten ein deutlicher Rückstand geworden.
Die kämpferische Komponente stimmte jedoch. Die HCOB-Frauen legten in der Abwehr noch einmal eine Schippe drauf. In den letzten 20 Minuten der Begegnung ließen sie nur noch vier Gegentreffer zu, in den letzten acht Minuten dann gar keine mehr. Die Zusammenarbeit zwischen den Feldspielerinnen und Torfrau Mara Ottomani funktionierte sehr gut.
Im Angriff setzte Rückraumspielerin Pauline Vinnai wertvolle Akzente. Sie erzielte die Tore 22, 23 und 24 für die Gastgeberinnen, die damit wieder dran waren. Anschließend schlug die Stunde von Madita Kreder. Sie setzte sich dreimal entschlossen durch und glich jeweils aus. Außenspielerin Anna Rosenke besorgte in Überzahl die erste Führung für den HCOB nach langer Zeit. Fünf Minuten vor dem Ende besorgte wiederum Madita Kreder mit dem Treffer zum 29:27 den Endstand. Die HCOB-Frauen verteidigten nun alle gegnerischen Angriffe erfolgreich und konnten es deshalb verschmerzen, dass sie selbst keinen Treffer mehr erzielten.
HC Oppenweiler/Backnang: Alisia Mäule, Mara Ottomani (Tor), Diana Reibl (1), Anna Hug (4/1), Luisa-Sophie Bräuninger (1), Pauline Vinnai (5), Jana Fußnegger (1), Viktoria Lukacs (2), Madita Kreder (6), Sofie Heitzler (1), Lea Soffel (3), Rabea Rauh (1), Anna Rosenke (4). – Rhein-Neckar Löwen: Selina Förderer, Lea Meißner (Tor), Sina Melder (6), Kim Quittkat, Etje Eggers (1), Nadja Rausch (1), Sabrina Laier (2), Lisa-Maria Salzer (5), Lea Kohler (4), Cordula Borm (2), Hannah Reichenbach (1/1), Nathalie Sabisch (5/1). – Schiedsrichter: Florian Bresch (Leutenbach) und Matthias Klose (Stuttgart). – Zuschauer: 150.


