Mit 4000 Mitgliedern ist der TSV Bayer Dormagen der größte Verein der 64000 Einwohner zählenden Stadt, die zwischen Düsseldorf und Köln liegt. Am bekanntesten ist dabei vermutlich die Handballabteilung. 1983 schaffte der Verein erstmals den Aufstieg in die zweite Liga, fünf Jahre später stieg er in die erste Liga auf. Weitere fünf Jahre später erreichte der Verein das Endspiel im europäischen IHF-Pokal. Einer der prägenden Spieler dieser Zeit war Torwart Andreas Thiel, der den Spitznamen „Hexer” erhielt und 257 Mal für die deutsche Nationalmannschaft spielte. Kurzzeitige Rückschläge steckte der Verein weg, auch wenn er zwischendurch in der dritthöchsten Spielklasse antrat. Seit 2018 ist Dormagen wieder eine feste Größe im Bundesligahandball und erreichte in der jüngeren Vergangenheit zumeist Platzierungen im Mittelfeld der zweiten Liga.
In der laufenden Runde belegt die Mannschaft mit 15:29 Punkten den 15. Tabellenplatz, sie muss also noch ein bisschen nach hinten schauen. Nach dem wichtigen Heimsieg im Nordrhein-Westfalen-Duell gegen TuSEM Essen kann sie dies nun aber mit viel Selbstvertrauen tun, auch wenn es unter der Woche im Nachholspiel bei den Eulen Ludwigshafen dann wieder eine Niederlage gab. Bester Torschütze der Dormagener ist Peter Strosack. Eine sehr wichtige Rolle nimmt auch Finn Schroven ein, der nicht nur viel Torgefahr ausstrahlt, sondern oft auch als Vorbereiter glänzt. Die Dormagener Mannschaft wird von Julian Bauer trainiert. Er wurde vor wenigen Jahren als „Nachwuchstrainer der Saison“ ausgezeichnet. Damals stand er noch beim SC Magdeburg unter Vertrag. Seit 2024 ist er nun beim TSV Bayer Dormagen der verantwortliche Mann an der Seitenlinie.