„Bis zur 50. Minute hatten wir das Spiel komplett im Griff“, sagte Trainer Sebastian Blocher. Er trauerte vor allem einer Situation kurz davor nach: Sein Team hatte die Chance, sich mit vier Toren abzusetzen, brachte einen Gegenstoß aber nicht erfolgreich zum Abschluss. „Da haben wir dann sofort ein Gegentor bekommen.“ So wurde die Mannschaft, die fast durchgehend in Führung lag und maximal einen Ausgleichstreffer hinnehmen musste, in der Schlussphase nervös. Der Coach bemängelte, dass das Angriffsspiel nicht mehr diszipliniert vorgetragen wurde: „Wir haben komplizierte Lösungen gesucht und technische Fehler gemacht.“ Und die Abwehr, die lange Zeit gut funktioniert hatte, fand in der Schlussphase keinen Zugriff mehr. So wurde aus einer 20:17-Führung zunächst ein 21:21 und dann ging die HSG Winterbach/Weiler erstmals in Führung. Madita Kreder brachte die Gäste nochmals auf ein Tor heran. Doch insgesamt lief es nun zielstrebig in Richtung der Heimmannschaft. Diese konnte befreit aufspielen, schaffte beim Stand von 27:23 die Vorentscheidung und siegte letztlich. Für die HCOB-Handballerinnen war die Niederlage gleichbedeutend mit dem Rückfall auf einen Abstiegsrang. Das Duell mit dem Tabellennachbarn Heilbronn am kommenden Wochenende ist für Coach Sebastian Blocher nun ein „absolutes Endspiel“.
HSG Winterbach/Weiler: Sonja Früh (Tor), Lea Beck, Mileen Wehrle (2), Catherina Koltermann (1), Ina Mühlhäuser (6), Katrin Bezigkofer (3), Janine Epp (4/1), Maike Hutt (3), Nina-Sophie Schneck (1), Sonja Mühlhäuser (1), Milena Heim (8/3). – HC Oppenweiler/Backnang: Mara Ottomani (Tor), Diana Reibl (1), Anna Hug (2), Luisa-Sophie Bräuninger (1), Pauline Vinnai (4), Viktoria Lukacs (2), Lilly-Sophie Schwarz (6/4), Lenja Schumacher (2), Madita Kreder (1), Sofie Heitzler (2), Lea Soffel (3), Rabea Rauh, Anna Rosenke. – Schiedsrichter: Felix Bauer (Korb) und Piet Syring (Waiblingen). – Zuschauer: 50.