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HCOB-Handballer tanken in Österreich Selbstvertrauen

Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang das Vorbereitungsspiel beim österreichischen Rekordmeister Bregenz Handball mit 31:29 gewonnen. Trainer Rui Silva sah gute Entwicklungen, aber erkannte auch noch einige Verbesserungspotenziale.

Mit Auswärtssiegen waren die HCOB-Handballer in den vergangenen Monaten nicht in Erscheinung getreten. Insofern war es – auch wenn ein Testspiel mit einem Wettbewerbsspiel nicht zu vergleichen ist – ein gutes Zeichen, dass der Bann gebrochen ist.

Schlussendlich siegten die Murrtaler auch verdient beim Erstligisten am Bodensee, denn sie hatten die Begegnung fast durchgehend von vorne gespielt. Allenfalls mussten sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie die Österreicher in den Schlussminuten noch einmal herankommen ließen und der Sieg in Gefahr geriet. „Aber es war ein Testspiel. Wir wollten viel ausprobieren“, befand Coach Rui Silva, und da gehört so was eben dazu.

Seine Mannschaft zeigte in der Handball-Arena Rieden-Vorkloster in der Abwehr noch einige Schwächen im Eins-gegen-Eins. Die Handballer aus Bregenz kamen dadurch zu oft in die Nahwurfzone, und dagegen konnten die Keeper nicht so viel ausrichten. „Zeitweise hat uns da die Intensität gefehlt“, kritisierte Rui Silva.

Er kam aber auch nicht ums Lob herum, „dass wir auch einige gute Momente hatten.“ In diesen Phasen gelang es, den Angreifern durch aufmerksames Verschieben und Heraustreten die Freude am Torwurf zu nehmen. So kamen sowohl Dennis Wipf, der in der ersten Halbzeit im Tor stand, wie auch Dave Hörnig, der den Job in den zweiten 30 Minuten erledigte, zu einigen Paraden.

Im Angriffsspiel zeigte der aus Bregenz zum HCOB gekommene Louis Mönch in der Spielgestaltung eine gute Leistung. Davon profitierten auch seine Nebenleute, in der Anfangsphase vor allem der sechsfache Torschütze Lev Szuharev. Zwischendurch war im Offensivspiel auch Leerlauf, und so bilanzierte Coach Rui Silva, „dass wir uns im Angriff sowohl individuell wie auch mannschaftlich noch weiterentwickeln müssen.

Eine Woche bleibt bis zum DHB-Pokalspiel gegen den Zweitligisten HSC 2000 Coburg. Es ist ein finaler Test unter Wettbewerbsbedingungen vor dem Drittligaauftakt gegen HBW Balingen-Weilstetten II in zwei Wochen.

Rein ergebnistechnisch lagen die Bregenzer nur zu Beginn und nochmals beim 8:7 vorne. Dann trafen sich die HCOB-Handballer zur Auszeit. Die Worte des Coaches wirkten. Der deutsche Club zog das Match in Österreich auf seine Seite und lag zur Pause schon mit 16:13 vorne.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Gäste den Vorsprung zeitweise auf fünf Tore aus. In dieser Phase hätte sich die Möglichkeit zu einer frühen Entscheidung geboten. Doch die zahlreichen Wechsel waren, so sinnhaft sie im Sinne der Vorbereitung waren, in diesen Minuten auch die Ursache dafür, dass der Spielfluss wieder verloren ging.

Obendrein wollten die Bregenzer den Test vor heimischer Kulisse nicht verloren, es ging durchaus zur Sache. Wichtig aus Sicht der Gäste: sie konnten in den entscheidenden Phasen immer wieder nachlegen. So brachten sie ihren knappen Vorsprung ins Ziel. Louis Mönch gelang das wichtige 30:28, dann machte Sacha Koltes mit dem 31:28 den Deckel drauf.

So konnte sich Coach Rui Silva am Ende gleich zweimal freuen: Zum einen über einen Sieg in der Fremde, und zum anderen darüber, „dass man gesehen hat, dass wir noch große Möglichkeiten haben, weiter zu wachsen.“

Bregenz Handball – HC Oppenweiler/Backnang 29:31

14. August 2026
18.30 Uhr
Handball-Arena Rieden-Vorkloster

Bregenz Handball:
Berin Brkic, Benjamin Masian, Jonss Bergmayer (Tor), Florian Steurer-Wieser, Max Bergmayer (2), Mindaugas Dumcius (7/2), Elias Mager, Lukas Ulmer (3), Dian Ramic (3), Tobias Rösler, David Seewald (2), Gudmundur Astborsson (6), Tyler Grömling (1), Jon Omar Gislason (5). – Trainer: Julian Rauch.

HC Oppenweiler/Backnang:
Dave Hörnig, Dennis Wipf (Tor), Louis Mönch (3), Cedric Mayer, Timm Buck (5), Patrick Kiesewalter, Martin Schmiedt, Felix Klingler (3/2), Paul Krügele (3), Lukas Rauh (3), Lev Szuharev (6), Christos Erifopoulos (1/1), Sacha Koltes (3), David Soos (4). – Trainer: Rui Silva.

Schiedsrichter:
Sandor Racz (Lustenau) und Istvan Banja (Romanshorn).

Zuschauer:
150.

Siebenmeter:
2/3 : 2/3 (Dumcius wirft an die Latte – Erifopoulos scheitert an Bergmayer).

Zeitstrafen:
2:8 Minuten (Seewald – Buck/zweimal, Mönch, Soos).

Spielverlauf:
5:7, 9:12, 13:16 – 19:20, 22:27, 29:31.

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