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Umfassendes Leistungstracking in Liga zwei

| Männer 1

Mit dem Handball Performance Index werden die Leistungen der Spieler der zweiten Handball-Bundesliga umfassend in Relation gesetzt. Beim HC Oppenweiler/Backnang brachte dies Malte Dederding zuletzt eine Nominierung bei der Wahl zum Spieler des Monats ein.

In der zweiten Handball-Bundesliga werden zahlreiche Daten erfasst. Bei allen Begegnungen sitzen zwei geschulte Scouter auf Höhe der Mittellinie und tragen die Ereignisse, die auf dem Spielfeld passieren, in ein Computerprogramm ein. Sie notieren zum Beispiel Tore, Fehlwürfe, Steals oder Paraden. Dabei werden auch Details erfasst; beispielsweise, ob ein Tor aus großer Entfernung, vom Kreis oder per Konter erzielt wurde. Die Vereine stellen diese Mitarbeiter, für den HCOB sind Fabian Riegraf und Julian Friz im Einsatz. Wenn es mal zeitliche Schwierigkeiten gibt, helfen die Scouter von benachbarten Vereinen aus.

Mit den Daten werden die Liveticker auf der Internetseite der Handball-Bundesliga befüllt. Sie werden auch an Wettanbieter gesendet. Außerdem werden sie zu statistischen Kennzahlen zusammengefasst. So lässt sich beispielsweise herauslesen, dass der HCOB zwar häufig aufs gegnerische Tor wirft, aber die Effektivität von 55 Prozent die niedrigste aller 18 Zweitligisten ist. Ein Topteam wie der HBW kommt auf eine Trefferquote von über 70 Prozent. Über den nächsten HCOB-Gegner aus Dessau kann man erfahren, dass er die meisten Zeitstrafen (118) aller Teams erhalten hat.

Ein differenzierter Blick auf die Zahlen des HCOB zeigt dabei ein gemischtes Bild. Torwart Janis Boieck beispielsweise hat 231 Paraden gesammelt, das ist der viertbeste Wert in der Liga. Und Rückraumspieler Timm Buck ist mit 135 Treffern ebenfalls der Viertplatzierte in der Torschützenliste. Solche Zahlen liefern erste Einblicke; die Handball-Bundesliga (HBL) startete vor einigen Jahren allerdings ein Projekt, um die Leistungen der Spieler noch besser miteinander vergleichen zu können und Leistungsdaten miteinander zu verknüpfen. Heraus kam der Handball Performance Index, kurz: HPI, eine datenbasierte Performance-Analyse.

Für die Berechnung des HPI sind jedem Ereignis Punktzahlen zugeordnet. Gelingt einem Angreifer beispielsweise ein Zuspiel, das zu einem Treffer führt, bekommt er Punkte aufgebucht. Lässt er eine Torchance ungenutzt, werden ihm Punkte abgezogen. Dabei wird – aus diesem Grund ist die detailgenaue Arbeit der Scouts so wichtig – unterschieden, ob ein Torwurf aus großer Entfernung zum Tor erfolgt oder vom Kreis. Der Rückraumschütze bekommt für einen Treffer mehr Punkte, bei Würfen aus der Nahdistanz werden Fehlversuche stärker gewichtet. Ähnlich ist es bei einem Tempogegenstoß. Nutzt ihn der Angreifer, bekommt er zwar Pluspunkte, verwirft er ihn aber, gibt es weit deutlicheren Abzug.

Nach den Spielen werden die Punkte so umgerechnet, dass für eine nahezu perfekte Leistung ein HPI-Maximalwert von 100 und für eine stark fehlerbehaftete Leistung ein Minimalwert von 50 ausgegeben wird. Letzte „Gerechtigkeit“ liefert der Wert nicht. Tore, die gegen einen Weltklasse-Keeper erzielt wurden, zählen nicht mehr als die gegen einen „durchschnittlichen“ Torwart, obwohl sie vermutlich schwerer zu erzielen sind. Auch wird nicht berücksichtigt, ob ein Assist zum Ausgleichstreffer in einem umkämpften Match führte oder lediglich ein letztes Highlight in einem längst entschiedenen Match war. Und doch ist man sich in der Handballszene einig: mehr Vergleichbarkeit und Transparenz als mit dem HPI war nie.

Aus diesem Grund nimmt ihn die Handball-Bundesliga auch als Bewertungsgrundlage für die Nominierung der Kandidaten für den Zweitligaspieler des Monats. Im März war mit Malte Dedering zum zweiten Mal nach Jan Forstbauer im Dezember ein Spieler des HCOB in der Auswahl: als Spieler mit dem besten Durchschnittswert im rechten Rückraum. 83 Punkte hatte er durchschnittlich pro Spiel erreicht, drei mehr als der auf Rang zwei folgende Nicolas Paulnsteiner vom 1. VfL Potsdam. Der 24-Jährige sagt: „Über diese Nominierung habe ich mich natürlich sehr gefreut.“ Sie gibt ihm auch ein Feedback zu seinen sportlichen Leistungen: „Sie zeigt mir zum einen, dass ich wahrgenommen werde und zum anderen, dass ich mich weiterentwickelt habe.“

Grundsätzlich findet Malte Dederding die Berechnung für den Handball Performance Index durchaus „kompliziert“, aber so ist das nun eben bei statistischen Themen – und es soll ja auch eine umfassende Leistungsbewertung erfolgen. Für welche Handlung auf dem Spielfeld es welche Punktzahl gibt und für welche abgezogen wird, das hat der großgewachsene Rückraumspieler ad hoc nicht auf dem Schirm. In der Vorbereitung auf die nächsten Begegnungen sei der HPI spannend. „Ich schaue mir die Auswertung an – vor allem, um zu sehen, welche Spieler von unserem Gegner zuletzt gut performt haben.“ Beim Dessau-Roßlauer HV 06 waren das beim Heimsieg gegen TuSEM Essen die Brüder Fritz-Leon (88) und Carl-Phillip Haake (85).

Ganz losgelöst von allen statistischen Kennzahlen betrachtet Malte Dederding die bisher laufende Runde mit klarem Blick. „Sie hat sich für uns zum Lernprozess entwickelt, da einige von uns zum ersten Mal in der zweiten Bundesliga spielen. Dabei ist es wirklich schade, dass wir uns in diesem Prozess noch nicht mit zwei Punkten belohnen konnten. In einigen Spielen hat nur wenig zum Erfolg gefehlt.“ Bitter waren die Ein-Tore-Niederlagen im Herbst, als Malte Dederding sowohl gegen den aktuellen Dritten HC Elbflorenz 2006 wie auch bei Spitzenreiter SG BBM Bietigheim mit dem letzten Wurf die Chance zum Ausgleich hatte, der Ball aber nicht über die Linie ging.

Auch sonst gab es einige Rückschläge für den Aufsteiger. Die Auftritte gegen Großwallstadt und in Balingen seien zuletzt aber wieder ermutigend gewesen. Deshalb sagt Malte Dederding: „Wir sind weiter sehr motiviert, werden in jedem Spiel weiterkämpfen und bestimmt bald auch den verdienten Sieg einfahren.“ Trainer Rui Silva und Co-Trainer Frederick Griesbach würden gut mit dem Team arbeiten, findet der im Oktober vom Drittligisten Wölfe Würzburg gekommene Niedersachse. „Das Trainerteam hilft uns sehr, das Beste aus uns herauszuholen. Ich denke, wenn wir weiter intensiv arbeiten, werden wir irgendwann auch dafür belohnt werden.“

Seine Rolle hat sich im Laufe der vergangenen Monate verändert. „Durch die Verletzung unseres Kapitäns Jan Forstbauer bin ich auf der halbrechten Rückraumposition stärker in den Fokus gerückt. Ich habe viele Spielanteile bekommen und auch mehr Verantwortung.“ Der Sprung aus Liga drei sei nicht zu unterschätzen gewesen: „Das individuelle spielerische Niveau ist in dieser Spielklasse deutlich höher als in der Dritten Liga. Auch die gesamte Spieldynamik ist intensiver.“ Es habe ein paar Spiele gedauert, sich einzufinden, „mittlerweile komme ich gut damit zurecht.“

Dass Malte Dederding mit seinen guten HPI-Werten auch bei der Konkurrenz ins Blickfeld geriet, war keine Überraschung. Sein individueller Weg wird ihn im Sommer deshalb zum TuS N-Lübbecke führen, er wird der zweiten Bundesliga damit erhalten bleiben. Beim HCOB hätte man sich gut vorstellen können, weiter mit ihm zu arbeiten, hatte ihm deshalb auch eine Vertragsverlängerung angeboten. Aber der Wunsch, in Liga zwei Fuß zu fassen, bestand bei Malte Dederding schon länger, und in Ostwestfalen sieht er gute Chance für seine weitere Entwicklung auf diesem Niveau. Ob er sich gedanklich schon damit befasst? „Nein“, betont der Rückraumspieler, „das beeinflusst mich nicht. Ich bin mir meiner Verantwortung für den HC Oppenweiler/Backnang bewusst und werde hier bis zum Ende der Saison alles für den Verein und die Mannschaft geben.“ Er freue sich dann auf die Sommerpause, „und anschließend folgt die neue Aufgabe beim TuS N-Lübbecke.“ Bis dahin lautet das Ziel: viele Tore, ein guter HPI-Wert – und vor allem endlich Zählbares für die Statistik, die trotz aller modernen Kennzahlen nach wie vor das Maß aller Dinge ist: die Pluspunkte.

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