Drei Mannschaften steigen aus der Verbandsliga ab – entsprechend hoch war die Brisanz vor dem Duell des Viertletzten gegen den Drittletzten. Im Hinspiel hatten die Hbi-Frauen mit 14 Toren Vorsprung gewonnen. Auch beim neuerlichen Duell erwischten sie den besseren Start. Die HCOB-Handballerinnen fanden in der Abwehr zu wenig Mittel und kassierten viele Gegentore. Das mündete in einem 5:8-Rückstand in der neunten Minute. Anschließend steigerten sich die Gastgeberinnen in der Abwehr. Allerdings taten sie sich im Angriff schwer. Sie kamen durch ein Siebenmetertor von Viktoria Lukács zwar auf 7:8 heran, hatten dann aber immer wieder längere Phasen ohne eigenen Treffer. Kurz vor dem Seitenwechsel hieß es 11:17, ehe Lea Soffel mit der Sirene noch für das 12:17 sorgte und für neuen Mut sorgte.
Nach Wiederanpfiff bewiesen die HCOB-Handballerinnen viel Kampfgeist. Sie arbeiteten in der Abwehr nun sehr engagiert und eroberten sich dadurch viele Bälle. Die starke Aufbauspielerin Lilly-Sophie Schwarz sorgte in der 37. Minute für den 19:20-Anschlusstreffer. Für den Ausgleich mussten sich die Gastgeberinnen noch ein wenig gedulden, im Gegenteil: die Stuttgarterinnen setzten sich nochmals auf vier Tore ab. Aber es war die letzte starke Phase der Gäste. Die HCOB-Frauen übernahmen mit einer schnellen und zielstrebigen Spielweise im Angriff nun vollends das Kommando. Anne Rosenke sorgte in der 48. Minute mit dem 28:27 für die erste Führung und damit für einen markanten Wendepunkt.
Bei den Gästen machte sich die hohe Belastung mit Zeitstrafen bemerkbar. 13 Mal wurden die Handballerinnen von Hbi Weilimdorf/Feuerbach für Fouls mit Hinausstellungen bestraft. Auch Trainer Jerome Stähle bekam eine Zeitstrafe. Der HCOB spielte in der Abwehr geschickter, vermied Bestrafungen und brachte stattdessen Torfrau Mara Ottomani gut ins Spiel. Sie dankte es mit Paraden in der entscheidenden Phase. Die Gastgeberinnen setzten sich ab, die Rückraumspielerinnen Pauline Vinnai und Lilly-Sophie Schwarz erhöhten auf 32:29, dann legte Anna Rosenke nach. Am Ende hieß es 35:31 – ein wichtiger Sieg als Lohn für eine kämpferisch sehr starke Leistung.
HC Oppenweiler/Backnang: Alisia Mäule, Mara Ottomani (Tor), Diana Reibl (2), Anna Hug (1), Luisa-Sophie Bräuninger, Pauline Vinnai (3), Viktoria Lukacs (8/5), Lilly-Sophie Schwarz (11/2), Madita Kreder (1), Sofie Heitzler, Lea Soffel (4), Rabea Rauh, Anna Rosenke (5). – Hbi Weilimdorf/Feuerbach: Daniela Karge, Merle Lauer, Lucy Zimmermann (Tor), Jana Klein, Franziska Schramm, Hanna Lindner (2), Juli Haußer (1), Melina Eichinger (5), Jenny Schäfer (6), Valentina Beutel (1/1), Sophia Brombosch (5), Katharina Skacel, Antonia Pranjic (3), Lilli Paul (8). – Schiedsrichter: Stefan Banzhaf (Reutlingen) und Kai-Peter König (Bad Friedrichshall). – Zuschauer: 100.