Nach dem Vier-Punkte-Sieg gegen TuSEM Essen sind die Großwallstädter aus dem Gröbsten raus und können für ein weiteres Jahr in Liga zwei planen. Vor dem Spiel beim Schlusslicht HCOB verweist TVG-Trainer André Lohrbach im Main-Echo zwar darauf, dass der Underdog keinen Druck mehr verspüre und deshalb frei aufspielen könne, was die Aufgabe für sein Team nicht einfacher mache. Dass ein Sieg für sein Team Pflicht sei, bezweifelt er aber nicht.
Beim HCOB gilt es indes, nach den deutlichen Niederlagen gegen Dormagen und in Hagen die Lücken zu schließen, um wieder knappe Ergebnisse und enge Spiele zu erreichen. „Im Training arbeiten wir derzeit sowohl an grundlegenden Fähigkeiten als auch am Zusammenspiel“, sagt Trainer Rui Silva. „Unser Ziel ist es, als Mannschaft weiterzuwachsen und einen besser organisierten Handballstil zu präsentieren, der auf starken kollektiven Ideen basiert.“ Ob der TV Großwallstadt damit in Bedrängnis zu bringen ist? Die Gastgeber wollen dem Traditionsverein das Leben auf jeden Fall schwer machen: „Wir wollen eine sehr starke Abwehr spielen, mit viel Kraft und Intensität, um Chancen für Konter zu schaffen.“ Und im Angriff? „Da wird es entscheidend sein, als Team zu spielen und die Anzahl der Ballverluste zu reduzieren“, sagt Rui Silva.
Die personelle Situation macht die Aufgabe nicht einfacher. Durch die Ausfälle von Mannschaftskapitän Jan Forstbauer, Kreisläufer Lukas Süsser und Linksaußen Martin Schmiedt ist der Kader bereits dezimiert. Nun besteht auch die Möglichkeit, dass mit Valentin Abt ein weiterer Rückraumakteur für einige Zeit ausfallen wird. Hinzu kommt, dass Timm Buck, der in dieser Saison bislang erfolgreichste Torewerfer ist, unter der Woche krank war und nicht trainieren konnte. Trainer Rui Silva sieht die Ausgangslage pragmatisch: „Das sind Herausforderungen, die wir meistern müssen, und wir müssen mit den verfügbaren Spielern weiterarbeiten.“
Rund ums Spiel
Das Spiel wird von den Schiedsrichterinnen Tanja Kuttler aus Ostrach und Maike Merz aus Oberteuringen geleitet. Sie steigen nach einer Pause derzeit wieder ein. Sie waren bei verschiedenen internationalen Turnieren im Einsatz und haben bei den Olympischen Spielen 2024 das Frauen-Halbfinale zwischen Schweden und Frankreich geleitet.
Der neue Verein von Rückraumspieler Malte Dederding steht fest. Der Handballer, der im Laufe der Saison von den Wölfen Würzburg zum HCOB gekommen war, wird in der kommenden Runde für den TuS N-Lübbecke spielen. Beim traditionsreichen Zweitligisten hat er einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben.
Die Begegnung zwischen dem HCOB und dem TV Großwallstadt wird live auf dem Dyn übertragen. Sendebeginn ist 15 Minuten vor Spielbeginn.
Eintrittskarten für das Zweitliga-Heimspiel des HCOB gibt es im Internet unter www.hcob.de/tickets und an der Abendkasse.
