Die Handballer des VfL Günzburg gastieren zum ersten Mal zu einem Punktspiel in Oppenweiler. Allerdings waren sie 1985 schon einmal zu Gast in der Gemeindehalle, als prominenter Gegner bei der Eröffnung der damals neu errichteten Sportstätte. Zu dieser Zeit war der Verein ein etablierter Club der ersten Liga. 1982 erreichte Günzburg das Halbfinale im Europapokal der Pokalsieger gegen den damaligen DDR-Vertreter SC Empor Rostock. Die zum damaligen Zeitpunkt hochmoderne Rebayhalle mit Platz für 2500 Zuschauern war regelmäßig ausverkauft. Zum Ende der 90er Jahre musste der VfL in die zweite Liga absteigen. Von dort zog er sich 1993 in die Spielklassen des bayerischen Handballverbands zurück.
Basierend auf eine sehr gute Jugendarbeit gelang es den aktuell Verantwortlichen, die erste Handballmannschaft in den vergangenen Jahren wieder in den überregionalen Fokus zu hieven. Maßgeblichen Anteil daran hatte Trainer Stephan Hofmeister, der in Jugend und bei den Aktiven zugleich wirkte. Die A-Junioren schafften wiederholt den Sprung in die höchste Liga. Das Männerteam entwickelte sich – aus der Bezirksoberliga kommend – zu einem Bayernliga-Spitzenteam. In der Saison 2019/2020 vollendete der aus Söflingen gekommene Trainer Gabor Czáko das Werk und führte die Mannschaft in Liga drei.
In der laufenden Runde wartet der VfL Günzburg noch auf den ersten Sieg. Zuletzt gab es im Nachbarschaftsduell mit der TSG Söflingen ein für die Gastgeber eher ärgerliches Remis, weil sie zum Ende hin den Ausgleich hinnehmen mussten.